Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1909
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 37)
- Language
- German
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37 um die Handlung1). Auch Gott sei die Eigenschaft des Willens nur in dem Sinne zuzusprechen, dass er keinem äusseren Zwange unterworfen ist und seine Handlungen mit Wissen von ihm geschehen2). Als stoisch mag schliesslich auch hervorgehoben werden seine Ansicht in bezug auf die Gotteserkenntnis, die nach ihm gleichsam angeboren ist, so dass er es für undenkbar hielt, dass jemand eine gewisse Altersstufe erreiche, ohne diese Erkenntnis zu besitzen15)• Eine verschiedene Deutung lässt die Behauptung zu, dass alle Erkenntnisse von Natur aus notwendig seien4). נ) Sahr. S. 52: UL> t q! 80^*^)! ,v«o U*li oL^äJ! d Lä.5 I c Jvyol 2ül LcsjI Naä. JJÜj JU5 L^L^—> jJLä5I J^s-LaJI ^47*^! £^äAj! 13! ijLsis J| yä \i*5b 1*ג UJLt 2) Sahr. daselbst. 3) Kahir Al־Bagdadi 69a: *..Lj q! Nil Lü.5! (A*3 *JÜl o-äj. 4) Vgl. Anmerkung 1. Die Behauptung, dass alle Erkenntnisse notwendig sind, kann bedeuten, dass das Erkennen ebenso wie jede andere Tätigkeit der Notwendigkeit unterliegt, und so scheint es auch Sahr. aufzufassen. Ob aber dies ursprünglich gemeint ist, ist fraglich, da nicht einzusehen ist, warum das Erkennen in dieser Hinsicht besonders hervorgehoben wird. Die Behauptung kann sich auch beziehen auf die Einteilung der Erkenntnisse in solche, die gleichsam angeboren sind und keines Beweises bedürfen, und erworbene, die aus jenem ersten und ursprünglichen abgeleitet sind, vgl. Kahir Al-Bagdadi 48a in bezug auf Hudail: Li 3 | ן»! vJ il A *■ % j py**1־' c>' J'J» <3 Sys) L^i־- *mjüI 3^3“^־ Zs,hyy* + ^'LwJCi==>^ ^Ly^»! ^JL. Der Ausdruck notwendig ist also bei Gahiz vielleicht gebraucht wie hier als Gegensatz zu erworben. Die Einteilung in erworbene und natürliche geht auf die Stoiker zurück und entspricht ihrem Unterschiede von -v/yv/jji und fcyvoi, Zeller a. a. 0., S. 74 An:u. 2. Vgl. Ibn Hazm V, S. 108 ff., wo die Darstellung nicht klar ist, und Lautere Brüder IIL S. 521. Was de Boer, Archiv für Geschichte d. Ph., Bd. XIII, S. 173 über den Ausdruck ^^==> sagt, dem er die Bedeutung beilegt, welche das Wort in bezug auf das Handeln in der bekannten Ansicht der *Asa'rijja hat, erscheint mir ganz unbegründet. Bei den Lauteren Brüdern a. a. O., auf die er sich beruft, handelt cs sich nur um den erwähnten Unterschied.