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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1909-01-01 · 1909 · page 24

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1909
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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IRI
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24 Geschichtsbetrachtung der arabischen Historiker wird man mit Recht annehmen, dass gerade eine Aeusserlichkeit und nicht die Wahrnehmung irgend einer inneren Verwandtschaft ausschlaggebend war. Wir werden also die Behauptung N.’s ihrem Ursprung nach als stoisch ansehen, wohl aber werden wir die Möglichkeit nicht bestreiten, dass die früher erwähnte Auffassung der biblischen Schöpfungsgeschichte N. bekannt war und ihm eine Handhabe bot, seine Ansicht mit der Offenbarungslehre scheinbar auszugleichen, worauf die eigentümliche Form, in die er seine Lehre kleidete, zurückzuführen wäre. Vom stoischen Standpunkte aus begreifen wir auch, wie N. behaupten konnte, dass auch die Schöpfung Adams der Schöpfung seiner Nachkommen nicht vorangegangen sei, begreifen wir den Zusatz, mit welchem Kahir Al-B. die Lehre N.’s versieht, da ja nach den Stoikern in der Tat auch die Individuen im voraus bestimmt sind, wobei hier besonders an die Lehre erinnert werden kann, dass in jeder künftigen Weltperiode die gleichen Idividuen wie in jeder vorhergehenden auftreten (Sokrates und Xantippe, sein Ankläger Anytos) und bis aufs Einzelne ganz die nämlichen Vorgänge sich abspielen werden1). Auch der Bemerkung Sahrastanis von der Anlehnung N.’s an die Naturalisten, der wir bei der Behauptung vom Kumün zum zweiten Male begegnen, liegt ein berechtigter Kern zugrunde. An beiden Stellen können wir unter den Naturalisten die Stoiker wiedererkennen. Wenn wir uns nun zu den ethischen Ansichten N.’s wenden, ג) Vgl. Zeller a. a. O., S. 155, A. 1. Am kürzesten lässt sich die Ansicht N.’s wiedergeben durch den stoischen Satz bei Eusebius, praep. ev. XV, 14: to jiivroi TrpöjTov mp eivai y.ada~zpzi 1־ aTcipyia, tojv * *a7uav10jv s'yov toü<; Xoyou<; za! toc; a'.ztaz tojv -(zyjvo'Züiv zai tojv yivojjisvojv za! tojv iaojiivojv. Vgl. auch Ibn H. a. a. 0. V, S. 61: JiXi) q) ^Jl KäjIL ^15 Ufj Jli aöi J'lLjI ^Jt Xäj'lL bja Lfcili RäjLL yj'j Jls 0-נ jL& q! 03^3^1ג^ ״ ^Jl 1 *jjhj qLwJ^I qIj öf^ül K-Ul/ Lqj&jCj UJji-u äJL^uJI JjJü *il *Jl ^3 0^015^ ***0j^l C5^ ^3 03CS* ^3 ^b Jj3\ ^3 ^0 Auch aus dieser Stelle, auf die wir später noch zurückkommen werden, geht hervor, dass es sich bei der Frage vom Kumün nicht um eine Aggada-Anschauung handelt.

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