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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1909-01-01 · 1909 · page 20

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1909
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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20 nächst mit der von Maimuni1) und anderen im Namen vieler, besonders orthodoxer, Mutakallimun angeführten Ansicht, dass die Accidenzen nicht zwei Zeitmomente dauern, nicht zu identifizieren. Die Ansicht N.’s lässt sich mit der Anschauung der Stoiker von dem unablässigen* Wechsel des Stoffes in den Einzelwesen vergleichen. Mit der früher erörterten Behauptung N.’s betreffend die Bewegung und Ruhe und der von uns gegebenen Erklärung bildet die in Rede stehende Ansicht von der beständigen Erneuerung der Körper insofern keinen Widerspruch, als trotz des angeblichen beständigen Wechsels eine gewisse Beharrlichkeit angenommen wird, der Körper in jedem einzelnen Augenblicke als Ganzes existiert, der Wechsel sich nur auf den Stoff bezieht, die Qualität aber während der ganzen Dauer des Einzelwesens sich gleich bleiben soll und die Individualität nicht als aufgehoben gilt2). Auch die bevorzugte Stellung, die N. nach Kahir Al-B. unter den Elementen dem Feuer eingeräumt haben soll, erinnert an stoische Anschauungen3). Schliesslich sei erwähnt, dass N. ein Gegner der Atomenlehre war und um die Möglichkeit der Bewegung zu erklären, die Theorie vom Sprunge (g^äb) aufstellte4). Die Gegnerschaft gegen die Eine Vernichtung der Substanzen ist möglich, weil die Macht Gottes sich auch in dieser Weise, in der Vernichtung und Aufhebung, äussern kann. Nach der entgegengesetzten Ansicht führt Gott die Vernichtung nicht direkt herbei, sondern er unterlässt bloss, die Erneuerung, die Fortdauer herbeizuführen, und die Körper vergehen von selbst. ג) Moreh I, 72, 6. 2) Vgl. Zeller a. a. O. S. 94 und die daselbst Anm. 5 aus Plut. de comm. not. 44, 4, S. 1083 angeführte Stelle: wq oüo sxaoio? iaii I710m'u.sva, 16 jiiv ooaid 10 01 (erg. nach Zeller tüolov) * xal 16 äsi psi xal cpspsiat, י1^י ao^o^svov JWJTS y-cL0U|J-SV0V, JJL7J1S 0X0>£ OLOV £011 OlGCJlivOV, 16 6 £ OKZU-SVEl Xal C׳.Ü^dv£1CZl XCEt 1i£tou1at za 1 tzävza 7c«oys1 idviia 9־a1ipco ouiurscpuzos zal auvr}p|1.03|1ivov zal aup/.syupisvov xal Tr!Q Giavopäc, ~'q aiaörjasi u.^oauioy ־apsyov dcjiao&ai. Gegen N. wurde der Einwand erhoben, dass nach seiner Lehre die Identität der Persönlichkeit aufgehoben werde, der Verbrecher nicht heute bestraft werden könnte, für das, was er gestern getan, Hasani 27 a. Auf . Leugnung der Identität nach der heraklitischen Lehre vom ewigen Fluss der Dinge geht auch hinaus der sogenannte A6$av6p.svo<; 100ך^, vgl. Bernays, Gesammelte Abhandlungen, ed. Usener, Bd. I, S. 109 ff. 3) Al-Fark 52a: qU ^-0׳ 4) Sahr. S. 38: X&wiUÜI uäMj 8ytIaSU Jyiif

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