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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1909-01-01 · 1909 · page 19

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1909
Date
1909-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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19 eine ganz dunkle Erinnerung, in welcher die ursprüngliche Bedeutung noch schwach durchschimmert, wollten wir die Aeusserung Hasards nicht unerwähnt lassen. Nachdem wir nun den Begriff des Ttimad im allgemeinen gefunden, wissen wir auch, was Bewegung des Ttimad bedeutet, es ist soviel wie das griechische xvjtjgiz zov1xrh und die Behauptung N.’s dürfte demnach einen passenden Sinn erhalten. Wie die Bewegung, so ist bei ihm der Gegensatz, die Ruhe, in der allgemeinen erweiterten Bedeutung, als Beharren des Körpers zu verstehen. Was den Körper zusammenhält, sagt demnach N., ist die Bewegung des rovoz1). Jetzt sind wir auch im Stande, mit der oben angeführten Behauptung N.’s, dass das Unvermögen ein Schaden sei, welcher den Körper treffe, einen bestimmten Sinn zu verbinden. Gemeint ist ein Nachlassen und Erschlaffen des z»wr9 der Spannung, da nach der Anschauung der Stoiker alle Kraft und alles Vermögen von der Stärke, das Gegenteil von einer Schwäche der Spannung herrührt. Die Erörterung über den Begriff des Ttimad hat uns auf das Gebiet der Physik geführt, und im Zusammenhang damit seien einige Ansichten erwähnt, die mehr oder weniger die Zugehörigkeit V N.’s zu den Stoikern verraten. Nach Gahiz behauptete N., dass die Körper sich beständig erneuern, von Al-Hajjat jedoch wird die Richtigkeit dieser Ueberlieferung bezweifelt2). Diese Ansicht ist zu־ ו) Vgl. Stobaeus, Eclog. I, 405, wo Chrysipp der x1v74a1* die u.ov7J in verschiedener Bedeutung gegenüberstellt: xd y13v olov axtvY]0׳'av aiüiiaxo:;, xd 03 olov aojaato; aysaiv 7.0:cd xaux« 7.01 waauxcD^, vuv xs xal 7cpdx3pov. Ebenso wird 410 im Namen des Apollodor der xivyjoi* die 3ys31c; gegenübergestellt als 3uvoy7] xaxcc xoxov 'h i3y£39־a1 xoiouxov. Fasst man demnach den Begriff Ruhe bei N. in dieser Bedeutung als Verharren des Körpers, so stimmt seine Behauptung mit der Ansicht der Stoiker überein, vgl. Zeller a. a. O., S. 118 und die daselbst Anm. 5 aus Alexander inbezug auf die allgemeine Substanz angeführte Stelle: u3v üTuoxütexai (Chrysippus) xtjv aupncctaav 003׳ av ^so^axo^ xivoq Bia ~«37jc; aor^ dajxovxo(;, 0יש ou aovcqsxai xs xa׳ aoytyivst 7.0.1 auu/juafH;; laxiv aoxiu xd <1:ob*. 2) Kahir Al-B. Fark '54: uo Ov*3 ÄJSÄ Jh:>L>Jl 20.5 Lo^ LojJt 0*135^3 ^]1*צ xU! 03( iuljcy 0ju^^\i( 03( S ^Uxüt 0& Jyiit (l\P Jaic. Jh£>LpJ( qL Vgl. Ibn Hazm a. a. O. S. 54, Muhassal S. 93, Uasani 29a, Masail S. 62 u. 58. Die Anmerkung des Herausgebers daselbst S. 63 A. 1 ist unverständlich. Der Sachverhalt ist einfach der: Die Körper dauern nicht durch eine besondere Ursache nach Hajjat, sondern die Vernichtung muss durch eine besondere Ursache herbeigeführt werden.

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