Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1909
- Date
- 1909-01-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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— 17 Eine so genaue Kenntnis aber der griechischen Philosophie, dass ihm selbst die kleinsten Unterschiede zwischen den einzelnen Systemen nicht entgangen wären, können wir selbstverständlich bei N. nicht voraussetzen. Immerhin aber verdient die Tatsache an sich hervorgehoben zu werden. Hingegen weist entschieden auf die Stoa zurück die Behauptung, dass die Ruhe eine Bewegung des Ttimad sei. Was bedeutet nun Ttimad für sich und was bedeutet es in der Behauptung Nazzams? Es ist seltsam, welche Verwirrung über die Bedeutung dieses Begriffes bei den Späteren herrscht, wie sie die verschiedensten Erklärungen Vorbringen, ohne das Richtige zu treffen, und aus ihren widersprechenden Angaben geht bloss das Eine mit Sicherheit hervor, dass ihnen jede Ueberlieferung fehlt1). Die Verbindung, in welcher N. das Wort gebraucht, macht den Gegenstand noch dunkler, und es ist höchst wahrscheinlich, dass sowohl Sahr. wie Ibn Hazm und andere2) die Behauptung N.’s wörtlich wiedergeben, ג) Vgl. die von Schreiner, Studien über Jeschu'a ben Jehuda S. 43 A. 2 angeführten Erklärungen, die sämtlich den Sinn des Wortes gänzlich verfehlen. Am deutlichsten offenbart sich die Verwirrung in der aus Masa’il angeführten Stelle: J *| ajf ^J| 01*aL^5L sJ LI J \aäa} j auJf qaaaaÄJLJI. Also Ruhe oder Bewegung bedeutet es! Die Unklarheit, welche über die Bedeutung des Wortes herrscht, hindert jedoch die Araber nicht, dasselbe zu gebrauchen. Abu Rasid selbst wendet es ziemlich häufig an, wie aus dem von Biram, Leyden 1902, herausgegebenen Teile des eben genannten Werkes Masa’il erhellt. Vgl. die vom Herausgeber S. 38 A. 2 genannten Stellen. Dass das Wort mit der von Schreiner a. a. O. aus Aristoteles angeführten Stelle nichts zu tun hat, dass dadurch der Sinn des Wortes auch gar nicht erklärt wird, wird nach unserer Darlegung im Text sich von selbst ergeben. 2) Vgl. Ibn H. a. a. O. V, S. 55: RäSLL &+3Ö Jlä dyi . . . 0j.J=2^ 0kj 0 5יI ^X>| ^*aLm ^aJ;IkiJl ^il IcXP^ oUjc^I Lj)^ vÜa^I qI ^Jf xäjLL xijxiL4Jl ^Jl KäSLL ^aPJ^ , . . j»UüaJ| ^Ia>* Q^l ^aPI^if UjI ^LL2j| ^^Jl &äjL3 c^aPo•! cul.of ^^Jl xäjL3 La5^Lam &Aj| \^,’LG.j>LI 0I Lwl ^51 KäjLL ^Apöj K-y)U^I liJL" ^)3 qj^Caa](^ iüL^vi) cjLo!. Die Stelle, die wir hier angeführt haben, ist äusserst lehrreich. Es werden die Ansichten ganz oberflächlieh zusammengestellt, ohne Rücksicht auf ihre Bedeutung und die Vorausi