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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1907-01-01 · 1907 · page 11

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1907
Date
1907-01-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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״fürsten und herren vor in schreben und unser herre bischof muntliehen vor in bat, frei ungeschaczt one alles gelt ledig und los aus dem gefencknis gelossen wart״, in das der Breslauer Rath ihn geworfen hatte, und ganz ähnlich 1448 Elias von Breslau1), für den einige angesehene Herren sich feierlich verbürgten. In diesem grossen Elend war die sorgsame Pflege des religiösen Lebens und das eifrige Studium der nationalen Litteratur die einzige Quelle des Trostes für die Unglücklichen. War auch die Bliithe des Talmudstudiums in Schweidnitz2) endgiltig dahin, so gab es doch immer noch, wie selbst unsere lückenhaften Nachrichten erkennen lassen, Gelehrte von Ruf und Ansehen im Lande. In Schweidnitz lehrte R. Pinchas, einer der bedeutenderen Schüler des berühmten R. Isserlein von Wiener Neustadt, der auch litterarisch täthig war3), und nach ihm R. Isaak, und in Liegnitz Meister Jacob4). In Breslau, für dessen Geschichte die Quellen etwas reichlicher fliessen, war R. Salomo Rabbiner5), der von den ge- *) Lib. sign. 1448, p. 18. Ueber Marcus Beckensloer, der dabei eine zweideutige Rolle spielte, vgl. oben S. 107, Anm. 2 und Cod. dipl. Sil. XI Einl., S. XLIff. und Grünhagen I, 268 f. 2) Oben S. 89 f. 3) Oben S. 88, Anm. 8, Anh. S. LXIV, Nr. 17, wo in ZI. 3 die NNr. 202—204 (nach S. 89, Anm. ZI. 3) selbstverständlich zu streichen sind, und in ZI. 5 XLVUI (statt XLUI) zu lesen ist. Vgl. Freimann, Einl. S. XLVIII, Nr. 115. R. Pinchas war nachher in Posen im Amte, wie aus PI. 27 zu ersehen ist, und zwar zusammen mit R. Mose von Halle, der nach 1408 nach Posen kam, vgl. meine Notiz in der MS. XLVI1 (1903), S. 569 ff., woselbst S. 571, Anm. 21, ZI. 4 ״vorher“ (statt ״später“) zu lesen ist. Dass er, wie Freimann annehmen möchte, erst 1495 in Prag (Gal Ed. No. 50, vgl. S. 37) gestorben sei, scheint mir doch sehr zweifelhaft zu sein. Da übrigens PI. 202—204 entschieden nach Breslau, und nicht nach Schweidnitz, gehören, möchte ich doch meine Differenzirung der Personen für richtig halten. 4) Anh. S. LX11I, Nr. 9, S. LXI sub VII, No. 1. Ueber Beide hat sich Näheres nicht ermitteln lassen. Dass R. Isaak in Schweidnitz etwa mit Isaak b. Joel ha-Levi, der häufig bei Jacob Weil, Isserlein, Isr. Bruna und im LJ. — vgl. Freimann, Einl., S. XXXVI und die Citate im Register II, 115 b, woselbst ZI. 7 v. u. אייזק סג״ל (statt אייזק) zu lesen und das Citat zu ZI. 4 v. u. zu ziehen ist — erwähnt wird, identisch gewesen sei, möchte ich nicht annehmen, obwohl er einen in Glogau ansässigen Sohn Joel (Anh. S. LX sub V, Nr. 3) gehabt hat, weil R. Isaak als Märtyrer gefallen ist und Isaak ha־Levi vom Verf. des LJ., der sein Verwandter war und ihn überlebte, nirgends als ein solcher bezeichnet wird- 5) Da R. Salomo von Breslau weder bei Jacob Weil noch bei Isserlein jemals mit dem Zunamen Spira erscheint, so wird ohne Zweifel der Zusatz שפירא in der ohnehin schadhaften Stelle LJ. II, 37 zu streichen sein. In keinem Falle scheint sie allein die Last des Beweises für die weitgehende Identifikation unseres Salomo mit שלפר. שפירא (Freimann, Einl., S. L) tragen zu können. Dazu kommt,

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