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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1907-01-01 · 1907 · page 10

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1907
Date
1907-01-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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IRI
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ziehen und wurden hin und wieder sogar gegen Unbill und Gewaltthat geschützt. So ging es 1441 Mosche von Liegnitz1), dass er, als 10 Schock Gr. aus und zahlte 415 Mk. 12 Gr. Zinsen für drei Jahre (das. K. 301). — Am 16. August 14.5 erhielt Ysrahel, der Bote des Salomo Juden von Posen, der vermuthlich zur Einziehung der Schulden erschienen war, 1 Mark Heller und am St Petertage (also am 1. August) 2 Mk. (Stadtarchiv N. 1004). — Am 25. Januar 1451 erhält das Consortium für zwei Jahre versessene Zinsen in Höhe von 216 Mk. und die Erklärung, dass der Rath an Hauptgut jetzt noch 1200 Mk. schuldig sei, die mit 9 Procent verzinst werden sollen (Stadtarchiv V 67). — Am 30. Januar 1451 stellt der Rath einen Schuldschein über weitere 300 Mk. böhm. Gr. aus (a. a. O. K 30m). — Am 10. Januar 1452 erhalten die Juden für das vergangene Jahr 108 Mk. Gr. Zinsen und gegen Herausgabe der alten Schuldbriefe neue über die Summe von 1200 Mk. Gr. (a a. O. K. 30n). — Am 6. Februar 1453 erhalten die Juden David, Jacob, Israel und Jekel von Posen, vielleicht die Erben oder Rechtsnachfolger der früher erwähnten Personen, einen Schuldbrief über 1500 Mk. (Geyder in den Schles. Prov.-Bl. Bd. 108, S. 11, Anm.). — Am 16. Mai 1457 bcginnt der Rath die Judenschulden abzulösen (Stadtarchiv, Klose FF. 46 n n.; vgl. Geyder a. a. O.), aber noch 1510 ist die Angelegenheit nicht erledigt, ln diesem Jahre schreibt König Sigismund von Polen an den Rath, dass die Juden ihre Forderung an seinen Unterthanen Nie. von Tanczin verkauft haben und bittet, diesen zu befriedigen (Geyder a. a. 0.). — Vgl. ferner die Urkunden des Stadtarchivs vom 27. Februar 1446; 25. April u. 16. Mai 1447; 28. August u. 24. September u. 9, 14 und 27. October 1448. — Daneben bestanden die Beziehungen zu Breslauer Juden fort. Am 20. Aug. 1437 erhielten Jordan (Anh. LII, Nr. 63) u. s. Frau Malcza u. Muschel aus Glatz (vgl. Anh. S. LX, sub IV, 2) einen Schuldbrief über 150 Fl. ung. —׳ Am 8. Januar 1445 erhielten Joseph, Kussiel und Benesch, genannt Neulig (Anh. S. LII, Nr. 64, S. Llil, Nr. 68 u- S, LVI, Nr. 85), zwei Schuldbriefe über je 150 Mk. (Stadtarchiv Or.-Urk. K. 31a). — Am 21. Juni 1445 erhielt Benisch auf eine Forderung von 59 Gld. und 50 Mk. Gr. eine Zahlung von 14 Mk. Gr. (a. a. O. N. 1004). — In Glatz bezahlte der Rath am 25. October 1444 für den Landeshauptmann Hynke Cruschina und seine Frau Anna v. Coldicz eine Summe Geldes, die diese ״jüdischer hant schuldig woren“ (Quellen z. Gesch. der Grafsch. Glatz II, 211). — Am 7. April 1438 erklärt Herzog Heinrich von Glogau (II, 28), dass sein Jude Salomon (Anh. S. LX sub V zw. No. 6 u. 7 nachzutragen) die Stadt Liegnitz bis nächste Pfingsten nicht belangen werde (Kgl. Bibi. Berlin Mss. Boruss. E. 95a, fol. 567, Nr. 61). — Am 30. April 1443 erhalten die Liegnitzer von Konrad dem Weissen (III, 7) freies Geleit auf acht Tage, um sich mit dem Juden Baruch (vielleicht ~ Anh. S. XLV, Nr. 20), der gerechte Ansprüche an sic hat, zu einigen (a. a. O. Nr. 68, vgl. das. Nr 6 d. d. Oppeln 1445 ohne Tagesdatum). — Am 25. März 1428 bekennt der Rath zu Neiße, dass er dem Juden Mossche (Anh. S. LXII sub IX, Nr. 1) 330 ung. Gld. und am 1. Mai 1428, dass er ihm und seinem Sohne und Weibe 77 Mk. schulde (St. N. Lade II, No. 142. 143). — Am 19. Januar 1429 leiht der Rath von ihm 33 Mk. und am 1. Mai 1429 noch 77 Gulden (a. a. O. Nr. 145• 147). — Am 14. September 1436 bekunden die Schöffen zu'Neiße, dass Weiss Salomon (Anh. S. LXII sub IX, Nr. 3) auf alle Schulden, welche die Stadt bei Mosche mit 350 Gulden hat, Pfand genommen habe (a. a. O. Nr. 167). l) Stobbe Z. VIII, 445 ff.

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