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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1906-01-01 · 1906 · p. Seite 200

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1906
Date
1906-01-01
Page
Seite 200 (sequence 56)
Language
German
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IRI
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200 Güter sein, um derentwillen der Mensch geschaffen wurde, weil sinnliche Lust überhaupt kein wahrhaftes Gut und weil alle diesseifigen Güter hinfällig sind171). Ibn Saddik ergeht sich in einer sehr beredten Schilderung über die Gebrechen und Schattenseiten des Erdenlebens, indem er meint, dass alle sogenannten Güter nur Schein und in Wirklichkeit nur das Gegentheil von dem sind, was ihr Name besagt, die Lust — Schmerz, das Leben — Tod, .,die Gesundheit — Krankheit, die Jugend — Alter, der Reichthum — Armuth, so dass keine Schilderung alle Uebel der Welt erschöpfen könne und das Wort jenes Mannes wahr sei, welcher diese Welt einen Kerker der Gerechten und ein Paradies der Schlechten nannte 172). Es sei daher das diesseitige Leben nur eine Durchgangsstation, eine Vorbereitung für die zukünftige Welt173), und der Endzweck des Menschen die dauernde Glückseligkeit, die der Mensch durch Erkenntniss und entsprechendes Handeln erwirbt. Erkenntniss und That befreien den Menschen aus den Fesseln der Natur1711). 171) Mikr., S. 71, Z 6 ff. beweist Ibn Saddik, dass die wahre Vergeltung nicht im Diesseits stattfinden könnte, weil die diesseitigen Güter vergänglich und überhaupt nur Scheingüter sind, insofern sie nur negativer Art sind: שאם לא יהיו החליים לא יהיו המנוחות והתענוגים כמו שפרשנו במאמר השני שאם הרבה בהם המרגיל בהם חזרו חלאים ויצטרך לנוח מהם וכר ונקיים בזה הקש מופתי על זה הספור אם יהיה כל מה שהוא יותר עונג הוא יותר טוב העונג טוב וכר אבל באמת אינו בשום ענין טוב ובהכרח אין העונג טוב. Der Gedanke ist platonisch, aber die Darstellung erinnert an Aristoteles Topik 114b 87, wo unsere Frage als Beispiel für eine Art der Beweis* führung 17. toü \1äXkov 7jj\ 7j1xov angeführt wird : sl; yisv d axo\o׳j9£1 to \w}Skov יסד» \wXhjV, olov si r'oovyj cqaööv, r\ }JLgXXov 7]0077ן jjkzXXov cqaöpv. Derselbe Gedanke Hermes, S. 101: q? (dass die sinnliche Lust kein Gut sei) Ju il LüjJI Lo J*־♦^** 3 L® aJsJÜl 0^• 3י| B 11'2) Mikr., s. 76: שאין בעולם הזה נועם כלל כמו שבארנו פעמים שהנעימות שלה יגיעה וטובתה רע באמת וחיותה מות ורפואתה חולי וימי בחרותה זקנות ועשרה דלות וכר ובאמת נאמי־ על העולם שהוא בית הסהר לנקיים וגנת הרשעים. Das Letzte ist nach den Lauteren Br., S. 523, ein Ausspruch Muhammeds. 178) Mikr., s. 77 : אבל שמו אותו דרך ושביל להשיג טוב העולם הבא, vgi. Lautere Br., S. 419. »«) Mikr., s. 66: החכמה היא סבה למעשה שבחכמה ובמעשה תשלם הנפש האנושית והחכמה והמעשה הם המשכרים מעליו עול מאמר המגע, Vg1. oben s. 145, A. 174 und Mikr., Einleitung, S. X, A. 40. Die Läuteren Br., S. 599, gebrauchen neben dem Ausdrucke Kerker (und j-wI) auch die Redeweise: die Seele sei ins Meer der Materie versankt ^ל Dieser Ausdruck ist auch Hermes geläufig, An die Seele, S. 32.

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