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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1906-01-01 · 1906 · p. Seite 196

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1906
Date
1906-01-01
Page
Seite 196 (sequence 52)
Language
German
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196 der Dinge und ihr Inneres erfasst158). Aehnlich wie der Gesichtssinn von einem Buche bloss die äusseren Schriftzeichen wahrnimmt, während die Seele den Inhalt desselben erfasst159). In gleicher Weise erkennt der Sinn von den Dingen nur die Accidenzen, gleichsam die Schale, wegen der gröberen körperlichen Natur der Sinnes- Werkzeuge, während die Seele wegen ihrer Feinheit das Wesen und den Begriff160) erkennt. Ibn Saddik fasst seine Betrachtung in einer Definition vom Wesen der Erkenntniss zusammen. Diese besteht nach ihm darin, dass die Seele das Wesen der Dinge erfasst, indem sie dieselben in ihrer Erkenntniss umfasst und ihre natürlichen Ursachen erkennt161). Es wird dann die Seele ein Ort für das erkannte Ding, aber nicht ein körperlicher Ort, ebenso umfasst die Seele die Dinge nicht in körperlicher Weise, sondern indem sie die Dinge und ihre Ursache klar erkennt, umfasst sie dieselben in intellectueller Weise und wird für sie ein intelligibler Ort162). 158) Mikr., s. 3, z. 32: ולא ישיג ההדגש מן הדברים זולתי מקרידם וכר רעל כן אמר הפילוסוף כי מדע ההדגש אינו כי אם האישים כלומר לא ישיג בהדגש הכליות כאשד ישיגם בנפש שהנפש תשיג המינים הגבוהים והמינים השפלים וידיעת הנפש היא אמתת הדברים ומבעם שהוא רוחאניותיהם. Gemeint ist der Ausspruch des Arist., An. post., 81a 6 Toüv xo־9׳’ exaaxov >5 ataB7]a1<; und anderwärts. Im Uebrigen reimt sich diese Stelle nicht gut zusammen mit der eben angeführten von den ersten und zweiten Substanzen. Jene Stelle, wenn auch der Terminologie nach aristotelisch, beruht auf der platonischen Anschauung von den Ideen, während die vorliegende das Wesen in die Dinge selbst verlegt. Ein weiterer Widerspruch ergiebt sich aus der Behauptung, dass die Seele die intelligiblen Dinge durch sich selbst unmittelbar erkennt, woraus hervorzugehen scheint, dass er den Universalien keine für sich bestehende Existenz zugeschrieben hat. Es lassen sich diese Widersprüche vielleicht zur Noth ausgleichen, aber wir begnügen uns, auf dieselben hingewiesen zu haben. 159) Mikr., s. 4: והמשל הספר כי מה שישיג ממנו הרגש הראות הוא הצבע והתכנית ודבר זה יושג באמצעות הגוונים ותדמה כה הציור אשר במוקדם המוח וכו׳ ותהרהר הנפש בטבע הדבר ההוא וענינו ותשיג ממנו רוחאניותו והוא המדע אשר תחת הספר ההוא• Derselbe Vergleich bei Gabirol oben S. 13ל, A. 137. Ueber die inneren Sinne, die hier erwähnt werden, wollen wir bei Ibn Daud im Zusammenhänge handeln. 160) Mikr. das.: הנה התבאר לך כי ידיעת הנפש הוא אמתת הדבר ומהותו וידיעת ההרגש הם המקרים והקליפות וזה ארע לנפש מפני דקותה וארע לנוף מפני עביו שאינו משיג כי אם קליפת הענינים. Zur Bezeichnung der Accidenzen als Schale der Dinge vgl. die Mikr., Einleitung, S. III, A. 10, aus Pseudo-Empedokles, S. 42, citirte stelle: והחושים ישיגו אותם הקליפות אבל הפשוט והנסתר לא ישיננה. t«) Mikr., s. 4: ואמתת המדע היא השגת הנפש אמתת הדברים ו־ג־חקיף אותם י.בדעתה ותעמד על עלותם הטבעיות Durch die Bestimmung, das die wahre Erkenntniss die Erkenntniss der Ursachen einschliesst, ist etwas Neues hinzugefügt, denn das Wesen deckt sich mit einem Theil der Ursachen, aber nicht mit allen. Zur Erklärung, dass das Wissen einUmfassen des gewussten Objects sei, vgl. oben S. 135, A. 131. 162) Mikr., s. 6: בי הנפש החכמה כשחקיף על הדבר ידעה אותו וכו׳ ונעשית הנפש לדבר הידוע מקום אבל לא מקום נשמי ולא הקפה מקומית נדמית אבל תשכיל

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