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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1906-01-01 · 1906 · p. Seite 195

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1906
Date
1906-01-01
Page
Seite 195 (sequence 51)
Language
German
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l|p!^p^^M|^pgBljgiP|gBiP5ii4WJLI!'1 11 —1יK•* 1 ^[-4 ■um... L1׳-v 4 *■ Mi-w— '-' 1 ■4<“1 *,"י ־<־* ־־ ־ -י■■ — 195 - Zweitens muss ein methodischer Gang im Streben nach Erkenntniss innegehalten werden, ein allmähliches Fortschreiten vom Leichteren zum Schwereren. Darum muss der Mensch mit der Betrachtung des Sinnlichen beginnen, das dem Anfänger am nächsten ist, an der Hand des Sinnlichen seine Erkenntniss nach und nach erweitern, um allmählich von der Sinneserkenntniss zur intellectuellen Erkenntniss des Verstandes fortzuschreiten, welche das eigentliche Ziel bildet154). Darum sind dem Menschen die ersten Substanzen und Accidenzen als Abbilder der zweiten Substanzen und Accidenzen zur Betrachtung hingestellt, damit er von der Erkenntniss jener zur Erkenntniss dieser sich erhebe, da die Erkenntniss für den Menschen um so schwieriger wird, je mehr sie vom Concreten zum Abstracten aufsteigt und desto leichter, je mehr sie vom Abstracten zum Concreten hfnabsteigt155). Doch muss hier sogleich bemerkt werden, dass nicht alle Verstandeserkenntniss sich auf der sinnlichen aufbaut und durch dieselbe vermittelt wird. So erkennt beispielsweise die Seele die intelligiblen Dinge unmittelbar durch sich selbst wegen ihrer Verwandtschaft und Aehnlichkeit mit denselben156). Was nun den Unterschied zwischen der sinnlichen und intellectuellen Erkenntniss im Einzelnen betrifft, so ist oben bereits vorübergehend bemerkt worden, dass es häufig Sache des Verstandes ist, die Wahrnehmung der Sinne zu berichtigen157). Auch ist das Schliessen vom Bekannten aufs Unbekannte eine Funktion des Verstandes uni nicht der Sinne. Was aber Ibn Saddik besonders betont und nachdrücklich hervorhebt* das ist der Umstand, dass die Sinne bloss die Accidenzen. oder wie es in einem Ausspruche des Philosophen heisst, das Individuelle erfassen, nicht aber das Allgemeine, die Gattungen und Arten, während der Verstand das geistige Wesen 154) Mikr., das.: תחלת מה שילמד המורגשות שהן יותר קרובות למתחיל וכר 1 .ויתלמד האדם באלו המורגשות ראשון ראשוןn den letzten Worten findet Kaufmann a. a. 0., S. 72, A. 79 einen Hinweis auf das allmähliche Erwachen der Sinne, vgl. Albo, Ikkarim III, 10. Uns scheint jedoch dieser Gedanke dem Zusammenhange nach nicht in den Worten zu liegen. 156) Mikr., s. 66: וע-ב הותרו [הותוו.1] בו המקרים הראשונים והעצמים הראשונים להורות ולהתלמד בזע טל המצמים השניים והמקרים השניים ובל מה שיטלה מן הראשון אל השני הקשה מליו הנמצא ונטשה לי הטנין טמוק מרוב דקותו ובל מה שיצא מן השני לראשון התבאר לו המציאות לרוב טוביו והנלוח•. Anstatt הותוו בו wäre riehtiger הותוו לו, weil der Sinn nicht sein kann: es sind ihm eingeprägt, sondern es sind ihm vorgezeichnet. Vgl. oben S. 110, A. 71.!») Mikr., s. 4: אבל הדברים הרוחאניים תשיגם הנפש הדובמה בטצמה בלא אמצט [אמצטות .1] שום דבר לפי שהיא דומה להם ברוחאנות ובדקות. »7) Vgl. oben S. 187.

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