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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1906-01-01 · 1906 · p. Seite 194

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1906
Date
1906-01-01
Page
Seite 194 (sequence 50)
Language
German
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* ",-־~ ־ .-.י,־v - י-H )^1'^tUl^J^11^U^|ll — 194 — Entwickelungsstufen unter den Menschen, und daher die Erscheinung, dass alle Völker, wie sehr auch durch Sprache und Wohnsitz von einander getrennt, ohne Unterschied von dem Streben erfüllt sind, Erkenntniss zu erwerben und das Gebiet des Wissens nach der einen oder anderen Richtung zu erweitejn, ein jedes Volk nach dem Masse seiner geistigen Begabung und von den örtlichen Verhältnissen in diesem Streben mehr oder weniger begünstigt. Während das Thier sich überall gleich bleibt und auf der Naturstufe verharrt, dem entsprechend aber auch keiner Anleitung und Uebung bedarf für die Thätigkeiten, zu denen es die Fähigkeit erhalten hat, sondern dieselben, wie beispielsweise das Schwimmen im Wasser, gleich von Anfang an ausübt, vermag der Mensch nichts ohne Studium und Uebung, damit er daraus ersehe, dass seine Aufgabe die Selbstentwickelung und Vervollkommnung durch Studium und eigenes Nachdenken sei151). Unterlässt es daher der Mensch, seinen vernünftigen Seelentheil, durch den er sich von den Thieren unterscheidet, auszubilden: und bemüht er sich nicht, die Prinzipien des Seienden zu erkennen, so besteht zwischen ihm und dem Thiere kein Unterschied, ja er sinkt unter dasselbe, da das Thier nicht im Stande ist, seine eigene Form abzustreifen und auf die niedrige Stufe der Pflanzen hinabzusteigen, während der Mensch freiwillig seines Vorzuges sich begiebt und auf der Stufe des Thieres zurückgeblieben ist162). Welches aber ist der Weg, der zur Uebung der Denkthätigkeit und der dadurch zu erlangenden Erkenntniss führt? Zunächst sind die Hindernisse zu beseitigen, die dem Streben nach Erkenntniss Abbruch thun; es muss die Begierde des Körpers getödtet werden, welche den Verstand trübt und beeinträchtigt, da wahres Nachdenken und Streben nach Wahrheit nicht möglich ist, so lange noch das Herz den Begierden nachhängt153). lM) Mikr., s. 41: ואנחנו מוצאים האומות לפי חלוק לשונותם ורחוק מושבותם כל אומה ואומה תשתדל לקנות חכמה וכר ולא ראינו עד היום בשום עיר ומדינה יוכו׳ בהמה שתשכיל וכר אבל היא על הטבע שנטבעה עליו מתחלת ברייתה והיא פועלת פעולותיה אשר עליה לפעול אותן מתחלתה ותשוט מים בטבעה אבל האדם לפי שהוא בעל תבונה ויש לו לב אם לא יתלמד כל זה וכר לא יגיע לו כל תועלתו וכל זה כדי שיראה וידין שכל הדברים צריך להרגיל עצמו בהם וכר. Das schwimmen scheint als Beispiel darum geläufig gewesen zu sein, weil es zum Elementarunterricht gehorte, vgl. Plato, de leg., S. 304. 152) Mikr. das.: וכאשר לא ירגיל עצמו בחלק השכלי אשר לו וכי׳ אז לא יהיה בערובין הבהמה הפרש, Vg1.43, z. 5: ונהיה נרוע מן הבהמה וכר, Laut. Br., s. 22. 3®ג) Mikr., s. 42: והדרך והשביל להרגל הזה הוא להמית תאות הנוף המעכרת השכל והמפחתת אותו ולא ישלם העיון באמת בהיות הלב דבק בתאות. Ueber den als Beleg angeführten Ausspruch des Philosophen vgl. Mikr., Einleit., S. VI, A. 26.

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