Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1906
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 193 (sequence 49)
- Language
- German
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193 ■ Ymt'wtM'gkiw «v Tfe־,י'£■ <'׳" Wie sich die vernünftige Seele von der animalischen durch ihre Freiheit von Affecten und sinnlichen Begierden unterscheidet» so auch durch ihre höhere Erkenntnissthätigkeit, welche die niedere Erkenntnissthätigkeit der Sinne überragt. Die Aufgabe der Denk״ seele, wie sie Ibn Saddik in allgemeinen Umrissen beschreibt, besteht darin, zwischen wahr und falsch, zwischen gut und böse zu unterscheiden, namentlich Dasjenige zu erkennen, was nicht mit den Sinnen wahrgenommen werden kann. Sie ist es, welche das Allgemeine erfasst, Prämissen aufstellt und vom Bekannten aufs Unbekannte schliesst147). Aber die Seele besitzt die Erkenntniss nicht gleich von Anfang an aktuell, sondern sie ist in ihr bloss potentiell und der Mensch muss dieselbe durch Uebung und Denken von der blossen Möglich• keit zur Wirklichkeit überführen18״). Dieser Uebergang von der Möglichkeit zur Wirklichkeit vollzieht sich unter dem Einfluss des universellen Intellekts, der die Seele erleuchtet und sein Licht über sie ausgiesst, wenn sie sich ihm denkend zuwendet, denn Missgunst und Zorn giebt es nicht, wie hier unten, in der intelligiblen Welt149). Auf die Frage, warum die Erkenntniss im Menschen ursprünglich latent und nicht gleich im Anfänge aktuell ist, antwortet Ibn Saddik, weil in diesem Falle jeder Unterschied zwischen der Seele hienieden und in der intelligiblen Welt aufgehoben und für die freie eigene Thätigkeit kein Spielraum mehr wäre. Aber gerade die Selbstvervollkommnung und Selbstveredelung durch Studium und Uebung, durch eigenes Nachdenken und Forschen ist Aufgabe des Menschen 150). Daher die Mannigfaltigkeit und die verschiedenen אינה מטבע הגרף. Ibn Saddik abstrahirt auffälliger Weise von der geistigen Lust gänzlich.; 1n) Mikr., s. 39: דפ יחנך הבורא שבל מי שיפמוד פל כל מה שהתנינו בתחלת החבור ובר ידפ באמת שהנפש הזאת מכרת וחוקרת והיא תשיג הדברים שאינם מושכלים ותוציא הכללים ותקדים הקדמות ותלמוד מדבר לדבר. Anstatt שאינם מושכלים muss wohl gelesen werden שאינם מורגשים אלא מושכלים, Vgl. s. 3, z. 6 ff. 148) Mikr., s. 39: אבל השבל הוא בנפש בכח ויוציאהו האדם ברוב הרגל ולמוד מן הכח אל הפופל. 149) Mikr., S. 38: ובהיות הנפש שבלה אז חשוב לשבל ויאיר אותה וישפ־פ פליה אורו שאין פמו צרות פין ולא כפם, Vg1. Cusari v, 10:כי אין כילות אצל הפנין האלהי. Das ist das bekannte Wort Plato’s, Phaedr.: <p8övo<; fap I£«> &s׳.oo y/.poü Arist. metaph. 983a 2 gütxo ftstov «pfrovepov ivoi^sxat slvai. 150) Mikr., s. 39: ואם יאמר ובשביל מה לא היה השכל בפופל בנפש נאמר לו אז לא יהיה פנין להוית האדם שאם יהיה השבל בנפש בפופל אז היתה הנפש בכאן ובפולמה בשוד. דתבטל הלמוד וההרגל אשר הוא מבווז להתלמד בו האדם כדי שיבחר הדרך הטוב וכר♦