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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1906-01-01 · 1906 · p. Seite 187

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1906
Date
1906-01-01
Page
Seite 187 (sequence 43)
Language
German
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IRI
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v-tw. w״^si r! 1 ׳ -- ׳-ד ׳: ■; /“׳ ■״' ■ :׳^. ■':׳-־•'׳..״ — •187 — demselben und dem Auge eine Scheidewand sich befindet, welche den Eindruck nicht an dasselbe gelangen lässt125). Auch sonst sind die Sinne Täuschungen ausgesetzt, und daher ist der Verstand gleichsam eine Waage für die Sinne, deren Aussagen häufig durch das Urtheil des Verstandes berichtigt werden müssen126). Trotzdem aber die Sinne nicht in jeder Beziehung zuverlässig sind, so ist doch die Sinneserkenntniss im Allgemeinen für wahr zu halten, und wer die Aussagen der Sinne schlechterdings bezweifelt und denselben prinzipiell keinen Glauben schenkt, wer beispielsweise das Scheinen der Sonne oder sonst durch die Sinne offenkundige Thatsachen leugnet, der ist als abnorm anzusehen127). Darum meinte Aristoteles, man solle Denjenigen, welcher sinnfällige That- Sachen leugnet, um ihn zu überführen, züchtigen und strafen128). Die sinnliche Erkenntniss ist daher keineswegs zu verwerfen, sie zählt vielmehr zur Klasse der sogenannten nothwendigen, durch sich selbst gewissen und unmittelbaren Erkenntnisse, im Gegensätze zur mittelbaren auf Beweis ruhenden Erkenntniss129). An die Thätigkeit der Sinne schliessen sich die allgemeinen Zustände des Schlafens und Wachens an. Der Schlaf ist nichts Anderes, als ein Ausruhen der Sinne von ihrer Thätigkeit, ganz so wie der Tod ein gänzliches Aufhören dieser Thätigkeit ist130). Der Schlaf ist zur Erhaltung des Lebens nothwendig, damit das Gehirn 125) Mikr. das.: רבן אם לא ידדה הדבר המורגש מובן לקבל אותו ההדגש לא יושג על אמתתו במו הדבר הנשמע בהיותו דחוק מן השומע או בהיות מסך בין הרואה ובין דבר הני־יאה, Vg1. oben s. 139, a. 146. m) Mikr. das.: הנה נתבאר בי השכל במו בף מאזנים להדגש וכד באשד ידאה לאדם הליכה ביבשה בעודו בתוך הספינה. lieber das Bild von der Waage vgl. Stein- Schneider, Jesehurun ed Kobak 1875 Deut. Th. S. 66. *«) Mikr., s. 5: דע כי מדע המוברחי אשר הוא מוכרח האדם להודות אותו וכו׳ ואם יכפור בו שום כופר נחשוב אותו'שאינו עומד על שלמות דעתו ויושר טבעו כאדם הכופר ראות'השמש ובר וכן כל מה שיעידו עליו ההרגשות. vgl. Cusari iv, 3: כאשר אנחנו עושים במוחשנו כי אנחנו מעידים במתיקות הדבש וכו׳ ואם נראה מי שיחלוק עלינו נאמר שהוא יוצא מענין הטבעי. 128) Mikr. das.: וצור. אריסטו׳ בספר טוביקי לחת בקולר ולייסר את כל הכופר בדברים הנראים ונשמעים. Wie wir bereits Mikr., Einleitung IV, A. 16, bemerkten, handelt es sich um ein ungenaues Citat aus Topik, 105a 3: ob 6s» 03 rav rpoßXr^a oüös raaav iHaiv imaxorsiv, dkV dmpyjasisv a•> ~1c, xwv X00)־v osopivcov xal ן17ן zoXdazwc 7j ato^yjaswc. 01 uiv (dp dropouvTs? icoxspov 031 ~o:jq 9־soü; T’uav .... y.oXaasüx; osovxa», ot os ipoxepov 7j yiwv A.süx7} 700 ן aiatbpsws. 129) Ueber die Classification der Erkenntnisse in מדע ההברה und מדע דד״איה bei Ibn Saddik im Gegensätze zur Eintheilung Saadias vgl. oben S. 48, A. 91. 13״) Mikr., S. 32: השינה היא השקט הדגשים מפעולותיהם כמו שהמוח בטול פעולות הדגשים לגמרי. Das entspricht der Definition des Aristoteles 454b 24; T(j> ׳(dp ahd"fp'.v sysiv u>p13xa10 .׳ Ctwov, ttjv gs abftopsiu; xpörov xiva x^v u.iy

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