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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1906-01-01 · 1906 · p. Seite 186

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1906
Date
1906-01-01
Page
Seite 186 (sequence 42)
Language
German
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186 Auf der Anschauung, dass wir die Dinge nur erkennen durch das Gleichartige in uns, beruht die von Ibn Saddik erwähnte Lehre von dem Parallelismus zwischen den Elementen und den Sinnen. Danach entspricht das Gesicht dem Feuer, das Gehör der Luft, der Geschmack dem Wasser, der Tastsinn, dessen Objecte Rauheit und Glätte, Wärme und Kälte sind, der Erde. Diesem Parallelismus aber droht Gefahr durch den Umstand, dass die Zahl der Elemente nicht der Zahl der Sinne entspricht und den fünf Sinnen nur vier Elemente gegenübergestelit werden können. Was also entspricht dem Geruch, der leer auszugehen scheint? Sein Gegenstand ist der Dunst, ein Mittelding zwischen den zwei Elementen des Wassers und der Luft, oder, wie sich Ibn Saddik ausdrückt, eine degenerirte Luftart, und der in den angenehmen und unangenehmen Geruch zerfällt123). Damit der Sinn sein Object richtig erkenne, muss das Organ unversehrt und von jeder Krankheit frei sein und dazu angethan, den Eindruck des wahrzunehmenden Gegenstandes aufzunehmen. So sieht das Auge beispielsweise, wenn es von einer gewissen Krankheit befallen ist, alle Dinge roth, und ebenso erscheint dem Geschmack bei einer bestimmten Krankheit des Magens Alles bitter124). Ebenso findet eine Sinnestäuschung statt, oder es kommt überhaupt keine Wahrnehmung zu Stande, wenn der Gegenstand nicht in das richtige Verhältniss zu dem wahrnehmenden Subject gesetzt ist, wie beispielsweise der Schall bei einer allzu grossen Entfernung nicht gehört, der Gegenstand nicht gesehen wird, wenn zwischen 12 י) Mikr., s. 42: ונבראו לו המורגשות כנגד יסודם המושגת והם ארבעה ככגד ארבעה היסודות והרגש הראות כנגד האש והרגש השמע כנגד האדר והרגש הטעם כנגד המים והרגש המישוש כנגד האדמה שהיא החלקות והפכו והקור והחום ואם תאמר מה הוא היסוד אשר ישיגהו הרגש האף והוא הרגש חמישי ואין לכו יותר מארבע הרגשות יסודות .1] נאמר לך שהרגש האף היא הקיטור ומתחלק לריח, vgl. die Bericht. Mikr.s. 79. טוב ולריח רע והי׳ האיכות הנשואה בקיטור המורח והקיטור ממין האדיר אלא שהוא אויר חסר בטבעו. Anstatt יסודם המושגת ist richtiger die la.p. הנשימה —.יסודי המושגות bei Jellinek und Kaufmann, Die Sinne, S. 78, A. 90, anstatt הנשואה ist Lesefehler. Die Anschauung wie die Frage ist alt, vgl. Aristoteles 477a 20: oüx suiuopouvTs; o'i izpoc, -sTiapa ~3vx ouaa; auvayeiv ^.yovzai ■juspt x7j; tc£u.7ct/);. Die Antwort Ibn Saddik’s deckt sich mit der von Nem. a. a. 0., S. 175 gegebenen: dXV £7cs107j1csp 6 aiao; xal to tcov oojkov j£vo~ T7]v <p6a׳.v iaxlv dip0; x׳zt uoaxo; .... toü*wu /«ptv -ejiwrcov a׳ah־*/)T7jp10v, rj 0a׳fp7]0׳.<;, otcö t7}z <puas(0; i£sup7jT0a. vgl. Kaufmann a. a. O. und oben S. 54, A. 101. 121) Mikr., s. 4: ויצטרך ההדגש להיות בריא משום חולי ופגע ומוכן לקבל דבר המורגש כי העין וכר כשאדע לה החולי שנקרא בלשון ערב אלרמק תיאה הדברים כולם אדומים ובן כשיגבר על פי האיסטומכא מדד, שחורה יטעם כל המטעמים מרים. Für רמק liest Kaufmann a. a. O., S. 113 A. 49 ירמד Vgl. oben S. 53 A. 97.

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