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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1906-01-01 · 1906 · p. Seite 181

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1906
Date
1906-01-01
Page
Seite 181 (sequence 37)
Language
German
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181 4. Kapitel. Seelen thätigkeiten. Die Thätigkeit der vegetativen Seele, die vitalen Funktionen, Empfindung und Wahrnehmung, Schlaf und Wachen, Affekte, Lust und Unlust, Denkthätigkeit. Die vegetative Seele verbindet sich zuerst mit dem Menschen und beginnt ihre Thätigkeit bereits am Embryo zu entfalten106). Entsprechend ihrer Thätigkeit schreibt man der vegetativen Seele drei Vermögen zu: Das formative, das Wachsthum bewirkende und das ernährende Vermögen107). Das zuerst genannte Vermögen unterscheidet sich von dem zweiten, dadurch dass es eine neue Form producirt, während das zweite an der bereits vorhandenen Form eine assimilirende ao’jc, xat 00 usu.3p1.:5{jivo׳j, alX ovto; svo; ooolv yJttov. Der Ausdruck xcnf 01x00;, an welchem die Herausgeber keinen Anstoss nehmen, scheint mir zweifelhaft zu sein und, was besonders iiteressant ist, es lässt sich nachweisen, dass die LA. sehr alt sein muss und dennoch erweist sie sich als fraglich. Sahr. II, S. 262 (H. II, S. 94) theilt als Ansicht des Empedokles mit, dass die Einzelseelen Theile der Allseele seien, wie die Theile der Sonne, welche über die Eingänge des Hauses aufgegangen sind Offenbar ist es unsere Stelle aus Plotin, welche in die pseudo-empedokleischen Schriften hinübergewandert ist, aus welchen sie Sahr. mittheilt. Es hatte also schon der Verfasser der betreffenden pseudo-empedokleischen Schrift die LA. za01 ־x00; vor sich, und doch scheint mir dieselbe zweifelhaft. Aus den Worten: ~00; ן7ץ {ASfiCopivoo scheint hervorzugehen, dass Plotin nicht an einem willkürlichen Beispiel darthun will, wie sich das Licht theilt, sondern meint, dass es sich in Folge der Annäherung an die Erde dadurch, dass es auf Festes stösst, theilen muss. Wir glauben daher, dass xcr:’ 000/ן; zu lesen sei, d. h. entsprechend den festen Massen, oder vielleicht: Winkelförmig, indem die Strahlen in Winkeln auseinandergehen. Auch Ibn Ro§d, der strenge Aristoteliker, schliesst sich der neuplatonischen Ansicht an, Tahafut al-Tahafut, S. 11: I I Die Einwände gegen diese Ansicht bei Plotin IV, 35, Al-Gazzali a. a. O., Cusari V, 14. 106) Mikr., s. 25: ואומר שכח הנפש הצומחת היא בח התאוה ובר ובשבילה השתתפנו עם הבהמות באשר אמרנו בבר והחלת מד, שידבק באדם בבטן אמו הנפש הזאת. Vgl. תורות הנפש, s. 50 ff. Anstatt עם הבהמות ist offenbar עם הצמחים Zu lesen. 107) Mikr., s. 26: והנה התבאר שיש לנפש הגדול ר כחות כח ציור וכח גדול וכח זן. Anstatt לנפש הגדול wäre in diesem Zusammenhänge gerade das übliche הצומחת besser gewesen, aber הגדול ist darum nicht zu streichen, weil Ibn Saddik diese Seele auch מגדלת nennt, ebenso Nachmani Gen. 2, 7: נפש הגדול. Wenn Ibn Saddik, S. 25, Z. 28 als die Kräfte der vegetativen Seele nur |T und המגדל nennt, so ist dies eine Ungenauigkeit oder הבח המצייר ist ausgefallen. Auffallend ist die Bezeichnung בח המצייר bei Ibn Saddik während gewöhnlich als dritte Kraft das Fortpflanzungsvermögen בח המוליד genannt wird. Ibn Saddik scheint den Lauteren Br zu folgen, welche S. 149 u. 173 sieben Kräfte der vegetativen Seele zutheilen: die vier Hilfskräfte des Ernährungsvermögens, dazu das Vermögen der Ernährung, des Wachsthums und das formative Vermögen המציור TO*

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