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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1906-01-01 · 1906 · p. Seite 180

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1906
Date
1906-01-01
Page
Seite 180 (sequence 36)
Language
German
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180 Seele, sondern umgekehrt, sie ist der Ort für jenen und zwar ein intelligibler Ort103). Demgemäss ist es auch klar, wie die Aussagen über den Sitz der einzelnen Seelenvermögen zu verstehen sind, dass man es nicht etwa buchstäblich auffassen darf, wenn es heisst, dass der Sitz des vegetativen Prinzips die Leber, des animalischen das Herz, des vernünftigen das Gehirn sei. Nicht der Ort ihres Seins, sondern der Ort ihres Wirkens soll dadurch angegeben werden104). Wie namentlich durch die Auffassung, dass die Seele der intelligible Ort für die Seele sei, der neuplatonische Standpunkt Ibn Saddiks besonders scharf beleuchtet wird, so auch durch die Lehre, dass die Einzelseelen, von der universellen Seele stammend, in sich eine Einheit bilden und lediglich durch ihre Vereinigung mit dem Körper in eine Vielheit gespalten werden. Die Seele ist nicht eine an sich theilbare Substanz, sondern ihre Getheiltheit und Individualisirung hat ihren Grund lediglich in den Individuen, welche die Seele in sich aufnehmen. Es hat damit eine ähnliche Bewandtniss wie mit Gefassen, welche dem Sonnenlichte ausgesetzt sind und nach ihrer verschiedenen Aufnahmefähigkeit und Reinheit das Licht verschieden reflektiren. Ebenso ist es eine und dieselbe Substanz, welche durch die verschiedenen Individuen vielfältig und verschieden erscheint105). 103) Mikr. s. 36:והואיל ואינה בו כמו שבארנו(ו)אין הנוף מקומה אבל הנפש מקום לו אבל מקום שכלי, vgl. die Belegstellen aus Plotin oben S. 131, A. 114 u. 115. 104) Mikr. s. 29: שלא יעלה על לב איש באמתו שהנפש החיה בלב והמגדלת בכבד שכחות אלו הם באלו המקומות שדין זה יחייב להיותן גופות אבל נאמר שהרוח החיה אשר בלב מכח^הנפש החיה וכד. Das gilt natürlich auch von der Denkseele in Bezug auf das Gehirn. Ausführlich behandelt diesen Gedanken Plotin (IV, 3. 23), der nach dem Vorgänge Plato’s die drei Seelen in der gleichen Weise localisirt. Vgl. auch Lautere Br., S. 190. m) Mikr., s. 40: ולא יעלה בלבך שהנפש החכמה היא מתחלקת בעצמה אבל החלוק הזה והאשות הזאת מצד הגופים המקבלים במעלת כלים מונחים לנגד השמש שכל אחד מהם ישיג מאור השמש כפי זכותו וכיון עצמו לקבל האור. was ibn Saddik hier von der Denkseele sagt, gilt natürlich seiner ganzen Anschauung gemäss von der Seele überhaupt, wenn auch Plotin IV, 3, 19 in Erwägung zieht, ob nicht die Theilbarkeit der Seele durch den Körper nach den einzelnen Seelenvermögen eine graduell verschiedene sei. Die Frage, ob eine Einheit oder Vielheit der Seelen anzunehmen sei, spielte eine grosse Rolle, vgl. 39 שער השמייםa und Sebile Emuna 91d, wo als Streitpunkt der Philosophen angeführt wird: אם כל הנפשות שבאנשי העולם בו ’כלנה נפש אחת בסוג כמו איר השמש שהוא כללי מאור אחד וכד או אם נפשות העולם רבות במספר כפי הגופות שהן מוצקות כהנה. Ais Vertreter der letzteren Ansicht gilt bei den Arabern Ibn Sina, als Repräsentant der ersteren Plato, Gazzali, Tahafu S. 10 Ibn Saddik folgt auch hier Plotin, der die Erscheinung der Vielheit durch das Licht veranschaulicht IV, 3. 4: olov etuxoc; "ןןץ ןן xax

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