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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1906-01-01 · 1906 · p. Seite 172

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1906
Date
1906-01-01
Page
Seite 172 (sequence 28)
Language
German
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172 Zweideutigkeit und Unbestimmtheit des Ausdruckes zu rügen ist. Denn was ist mit jener Behauptung gemeint? Soll etwa gesagt sein, dass die Seele aus den im Körper verbundenen Elementarstoffen besteht, so wäre dies ja soviel, als die Seele mit dem Körper identisch erklären. Ist hingegen die Seele nicht die Mischung selbst, sondern nur eine aus der Mischung entspringende Qualität, dann treffen diese Ansicht die gleichen Einwände wie die eben besprochene Ansicht der Mutakallimun74). Nun könnte man sich allerdings zur Unterstützung der eben bekämpften Ansichten auf die Abhängigkeit der Seele von den Funktionen des Leibes berufen, namentlich auf die Erscheinung, dass auch das Denken in Mitleidenschaft gezogen wird, sobald die Harmonie und das Gleichgewicht in der Zusammensetzung des Kardinalsäfte, wie im obigen Citat aus Ibn Hazm. Im Mittelalter galt als Vertreter dieser Ansicht Galenus, Tähafut, S. 20, und bei Ibn Hazm a. a. O. Lautere Br., S. 374, werden diejenigen getadelt, die sich nicht consequent bleiben, welche sich selbst widersprechen, in dem einen Buche diese Ansicht, in einem anderen eine entgegengesetzte Ansicht behaupten, wie z. B. wenn Jemand das eine Mal die Seele als eine Mischung erklärt, das andere Mal behauptet, sie sei von der Mischung abhängig, um dann drittens zu erklären, er wisse nicht, was die Seele sei. Hier ist offenbar Galenus gezeichnet, der wegen seines Skepticismus zu keiner definitiven Ansicht über die Seele gelangen konnte, vgl. Zeller 3 3, 1, S. 828. Mit der Ansicht, dass die Seele sich nach der Mischung des Körpers richte, ist die von Galenus über diesen Gegenstand verfasste Schrift gemeint. Ebenso ist der Skepticismus Gaien’s in dieser Frage Ibn Hazm (Schreiner a. a. O.) und Abraham Ibn Daud (Emuna r. S. 21) bekannt, welch letzterer die Ansicht von der xpä31Q den Naturforschern im Allgemeinen zuschreibt und von Galenus sagt; תאלינום ג״ל יראה ממקצת דבריו שיאמין וד, ד,דעת ומקצתם שהוא מסופק בר. vg1. auch Nemesius a. a. O., S. 86, nach welchem Galenus zwar mehr zu der Ansicht, dass die Seele eine Krasis sei, hinneigt, jedoch nur in Betreff des unvernünftigen Theiles derselben. Nemesius polemisirt gegen die Ansicht von der Krasis, ebenso Hermes, an die Seele, (ed. Bard., S. 74), der Verf. von תורות הנפש, S. 27, der hier Plotin IV, 7, 2 folgt, die Laut. Br. an verschiedenen Stellen und schliesslich auch Ibn Sina in der von Landauer herausgegebenen Schrift ZDMG. 29, S. 346. 74) Mikr., s. 35: ונאמר אם רצונכם באמרכם גרמי היסודות הם מתמזגים ונהיה מהם הנפש החכמה והאיכות הנולדת מזה המזג נהיה ממנו השכל א״ב הנפש בעצמה הוא הגוף בעצמו הואיל והגוף מורכב מאלו היסודות הנמוגים כמו שקדם ביאורו במאמר הראשון מן החבור הזה ואם רצונכם באמרבם שהגשם מורכב מנרמי הנמזגים האלו ושהאיכות הנקרא מזג הוא השבל א־כ האיכות מקרה ויתחייב לכם מה שיתחייב לאומר שהשכל מקרה. Wir haben diese unklare und theilweise wohl auch corrumpirte Stelle dem Sinne nach wiedergegeben. Das erste Mal bedeutet שלל vielleicht denkender oder actueller Verstand, im Gegensätze von נפש ד,חכמדי, der blossen Anlage oder des potentiellen Verstandes, und demgemäss erwartet man das zweite Mai ושד?איכות הנקי־א מזג ד*,וא הנפש anstatt הוא תשכל und darauf א״ב הנפש מקרה oder א־־כ הואיל והאיכות מקרה יתחייב לכם ובו׳. Jedenfalls handelt es sich um den Unterschied zwischen einem feineren und gröberen Materialismus. Auch

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