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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1906-01-01 · 1906 · p. Seite 167

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1906
Date
1906-01-01
Page
Seite 167 (sequence 23)
Language
German
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IRI
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167 Da die Seele also in so vielen Stücken sich ganz entgegengesetzt verhält als der Körper, so ist sie offenbar von anderer Natur als derselbe. In gleicher Weise, wenn auch aus anderen Gründen, ist die Ansicht zurückzuweisen, welche die Seele als ein Accidenz am Körper oder als Mischung der Elementarstoffe in demselben erklärt60). Was die erstere Meinung betrifft, deren Vertreter hauptsächlich unter den Mutakallimun zu suchen sind61), so beweist schon eine rein man aber in verschiedenen Be Ziehungen, so ist eben der Beweis nicht stringent. Noch genauer lässt sich die Verdunkelung dieses Beweises bei den Lauteren Br. verfolgen, wo derselbe mit dem bereits erwähnten zweiten Beweise des Philoponus vermengt wird. Als eine besondere Eigenthümlichkeit der Seele wird (S. 222) die Fähigkeit derselben bezeichnet, die grösste Mannigfaltigkeit an Erkenntnissen, Fertigkeiten, verschiedenen Charaktereigenschaften und Ansichten in sich zu vereinigen, ohne dass die Formen sich gegenseitig verdrängen, weil die Seele eben ein geistiges Substrat ist, während dies bei einem körperlichen Substrat nicht der Fall ist und beispielsweise schwarz und weiss nicht zu gleicher Zeit in einem Träger sein können (oLejlx+il 1^כ yhö Was jedoch die Substanz der Seele betrifft, so verdrängen sich die Formen nicht, sondern sie vereinigen sich alle in einem Punkt, wie die Linien im Centrum des Kreises Zusammentreffen (0915 Kiiäi ^3 jSy* l+S Man sieht, wie mit dem Beweise des Philoponus von der Phantasie begonnen und unmerklich auf den Beweis vom Gemeinsinn übergegangen wird. Beide Beweise finden sich auch in תולות הנפש, S. 6, aber von einander geschieden: ומלת העצם הגופני להתפשט לד פאות ובד ואין ביכלתו להכיל צורות המתנגדות זו לזו בזמן אחד ולבשרונו לקבל מקרים הנאותים לו יש קץ ובו׳ ומדת העצם הרוחני וכר ויתאספו בו צורות המתנגדות זולזו בזמן אחד ולכשרונו לקבל המקרים הנאותים לו אין קץ. 6") Mikr., s. 34: ביאור לבאר שהנפש אינה מקרה ולבטל טטנת המופנים שהנפש מקרה ושהנפש ם זג. Beide Ansichten unterscheiden sich von einander nur dadurch, dass die zweite das Accidenz näher bestimmt, vgl. das Citat aus Ibn Hazm bei Schreiner, Der Kalam in der jüdischen Litteratur, S. 17, A. 1: o'0 O^Uii wul/jJ q־״* JÜjX* JüÖ Ibn Saddik konnte überdies annehmen, dass der Ausdruck Mischung unbestimmt sei, wie er weiter bemerkt, und es dahingestellt sein lasse, ob die Seele ein Accidenz sei. 61) Vgl. ausser der eben erwähnten Stelle aus Ibn Hazm, die oben S. 12, A. 18, aus תורות הנפש und S. 151 A. 17, aus den Lauteren Br. angeführten Stellen und Moreh I, 73, V. Wie die Farbe, sagt Maimuni, ein Accidenz, so nach der Ansicht

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