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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1906-01-01 · 1906 · p. Seite 164

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1906
Date
1906-01-01
Page
Seite 164 (sequence 20)
Language
German
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IRI
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sonders darum zu thun, nachzuweisen, dass nicht etwa die Existenz der vernünftigen Seele im Menschen das Vorhandensein des vegetativen und animalischen Prinzips entbehrlich mache. Darum fasst er sich kurz in Bezug auf die vernünftige Seele, indem er von dieser bloss bemerkt, dass kein Denkender ihre Existenz bestreiten könne, da das Denken der aussschliessliche Vorzug des Menschen sei und Niemand darüber im Zweifel sein könne, dass es eben die vernünftige Seele ist, wodurch der Mensch diesen Vorzug besitzt und ein denkendes und erkennendes Wesen wird51). Hingegen verweilt Ibn Saddik länger bei seinem Nachweis, dass die vegetative Seele im Menschen wohne. Daraus, meint er, dass wir im Menschen die nämlichen Erscheinungen wahrnehmen, wie bei der Pflanze, nämlich Wachsthum und Vergehen, können wir schliessen, dass ein vegetatives Vermögen in ihm wirke. Wollte man annehmen, dass die Erscheinungen des Wachsthums beim Menschen nicht ein Ausfluss der vegetativen Seele seien, so wäre nicht einzusehen, warum man nicht das Gleiche in Bezug auf die Pflanzen annehmen sollte. Wollte aber Jemand in der That diese weitere Consequenz ziehen und auch den Pflanzen die vegetative Seele absprechen, so würde dieser nicht zu erklären im Stande sein, warum die Funktionen des vegetativen Lebens nicht auch an den anorganischen Körpern wahrgenommen werden52). Ferner: wollte man dem Gedanken Raum geben, dass das Wachsthum beim Menschen nicht Wirkung eines besonderen Prinzips, nämlich der vegetativen Seele, sei, dann müsste man auch die Möglichkeit zugeben, dass er lebe ohne eine animalische, und denke und erkenne ohne eine vernünftige Seele, woraus dann weiter folgen würde, dass die Schöpfung und Existenz dieser beiden Seelenvermögen zwecklos sei53). Wie nun diese Folgerung falsch ist, so ist es auch die Voraussetzung. Das gleiche Verfahren lässt sich einschlagen, um die Existenz der animalischen Seele nachzuweisen54), und es ergiebt sich demnach, dass der Mensch, entsprechend den drei Funktionen 81) Mikr., s. 33:ראיה על מציאות הנפש החכמה לאדם דבר הוא שלא יכפור אותו מי שיש לו שום שכל מפני שהמבטא הוא אשר יש בו לאדם יתרון מל הדהמות וזה אמת וכבר זכרתי זה בתחלת חבורי ואין אדם שיסתפק עליו שמפני הנפש הזאת נהיה האדם שלם בעולם הזה הגשמי ובה נעשה מכיר וחקרן. 82) Mikr., s. 25: לפי שראינו שהאדם צומח כשאר הצמחים וכלה ככלות הצמחים ידענו בהכרח שיש בו כח צימח ואם יעלה על הדעת שהוא גדל בלי נפש צומחת כן נוכל לסבור בצמחים ואם יעבור דבר זה בצמחונים יעבור ג׳־כ שיהיו ההרים והאבנים ושאר הנופים נדלים. 58) Das.: ואם יעלה מל הדעת שהאדם הוא נדל מאין נפש צומחת כן היה לנו לסבור(שיה") נשיחיהו מאין נפש חיה ויחשוב' ויכיר מאין נפש חכמה יכו׳. «) Mikr,, s, 28: וכן יש לנו לומר בנפש החיה כמו שאמרנו בנפש הצומחת.

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