Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
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26 Änderung in ihr vornahm, wie z. B. die Ansichten des R. Jeh. Han. selbst unter dem Namen רבי anführte; und sie weiter tradierte. Im Besitze dieser endgültig redigierten Mischna kehrte ר, אבא, bekannt unter dem Ehrennamen ״ רבder Lehrer״, der aus Babylonien nach Palästina sich begeben und dort, in Sepphoris, wo sein ebenfalls aus Babylonien eingewanderter Oheim, der grosse R. Chija, weilte, das Lehrhaus des R. J. Han. bezogen hatte, im Jahre 219 nachdem er von diesem die Ordination in etwas eingeschränkter Form erhalten, nach Bab3donien zurück, und zwar zunächst nach Nehardea im Norden, wo bereits ein Lehrhaus, ״ סילראdie Ordnung“ genannt, unter der Leitung des R. Schila bestand, und der als Gesetzeslehrer, Arzt und Astronom gefeierte Mar Samuel, der anscheinend seine Ausbildung in Nisibis unter R. Jehuda b. Betera erlangt hatte, lebte, alsdann aber nach dem südlich gelegenen Sura. Hier begründete Rab die so berühmt gewordene Hochschule, מתיבתא, die von einer unglaublich erscheinenden Zahl von Jüngern besucht gewesen sein soll — es wird, wahrscheinlich hyperbolisch, erzählt, dass, wenn die רבנן, die Hörer, sich von ihm, etwa zur Festzeit, verabschiedeten, 1200 noch bei ihm zurückgeblieben wären — und die, von einzelnen Unterbrechungen abgesehen, mehr als 7 Jahrhunderte, bis gegen Mitte des 10. Jahrhunderts in voller Blüte stand. Mit dem Auftreten Rab’s konnte die tannäische Zeitepoche und ihre Tätigkeit als beendet angesehen werden, obschon der nach seiner Schule benannte, aber von R. Chija veranstaltete tannäische Midrasch ספרי דבי רב von Rab erst den letzten Abschluss erhalten zu haben scheint, Mar Samuel, der in Nehardea nach R. Schila das Lehrhaus leitete, eine Halachasammlung anlegte und ebenso um diese Zeit in Palästina von Bar Kappara, R. Hoschaja, Levi und Chiskija Baraitasammlungen, sowie die noch erhaltene Tosefta redigiert wurden. Es begann nunmehr die Zeitepoche der Amoräer, der ״Dolmetscher, Erklärer“, in deren Schulen die rezipieite Mischna den Mittelpunkt des Studiums bildete, erläutert, erörtert, begründet, mit anderen tannäischen Aussprüchen verglichen, durch diese ergänzt, berichtigt, durch neu hinzugekommene amoräische Lehrsätze, Entscheidungen über neu vorgekommene Fälle, Beant- Wortungen neu aufgetauchter Fragen, Lösungen der einander zu widersprechen scheinenden Stellen und die daran sich knüpfenden Diskussionen, durch Aufnahme von verschiedenen Aggadot homi- "נטע דבעי ד" זעידא מקבל למביא דחוון ביומוי דד" יצחק דוכא דלא בחנון כל מתניית מיניה (anstatt קדמיא כרם רבעי ותיניינא נטע רבעי dürfte wohl zu lesen sein: קדמיא נטע רבעי ותיניינא כייס רבעי; ‘ Vg1. Tos. das. 5, 14. 16; über זדגא anstatt זונא Vg1. Frankei, Mebo Haj. 105b); b. B. Batra 87 a: כי סליק רבי אלעזר אשכחיה לזעירי אמר ליה מי כאן תנא דאתנייד, רב מדות אחוייה רב יצת בר אבדימי (und Chuiiin 110a).