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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1905-01-01 · 1905 · page 26

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1905
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 26)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721007--25-2725182
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25 Sohn R. Gamliel III. das Patriarchat erhielt, der jüngere, R. Simon, hingegen die Leitung des Lehrhauses übernahm*). Die Vorträge sind nicht akroamatisch gehalten worden; es wurden Fragen gestellt und wohl auch Einwände erhoben. Es beteiligten sich an ihnen nicht nur Jünglinge, sondern auch alte, ehrwürdige Männer, die als bedeutende Meister anerkannt waren und dem Schul- Oberhaupt gegenüber als חברים ebenbürtig angesehen wurden. Es gab aber auch viele, die nächst der Bibel nur die Mischna oder Teile aus ihr zu erlernen suchten, ohne in den Talmud einzudringen, und es wurden sogar, wie es etwa scheint, erst später gegen Ende der tannäischen Epoche, seitens der Gemeindeverwaltungen משנין, תנאין, Mischnalehrer für die Jugend angestellt und besoldet. Es bildete sich somit gewissermassen eine Mittelschule aus zwischen der Unterrichtsstätte für die Bibel und dem Lehrhaus für Talmud und Midrasch. Koh. R. heisst es im Anschluss an die Worte: ״Einen Menschen habe ich einen unter tausend gefunden (Koh. 7,28)a: Von 1000 Schülern, die in der Bibel unterrichtet werden, pflegen sich dann 100 mit der Mischna zu befassen, 10 mit dem Talmud und einer erlangt die Reife für die Ordination. Man hielt es für ratsam, sich zunächst die ״Ordnungen״ der Mischna anzueignen und dann an den Talmud heranzutreten; bekannt ist die dem Mischnatraktat Abot angegliederte Baraita über die Altersstufen: Im Alter von 5 Jahren zur Bibel, von 10 zur Mischna-, von 13 zur Ausübung der Gebote, von 15 zum Talmud u. s. w. Bei jedem Talmudbeflissenen wurde eine Vertrautheit mit der vollständigen Mischna oder wenigstens mit 4 Ordnungen aus ihr vorausgesetzt. Freilich brauchte er nur mit der im Lehrhaus rezipierten Mischna vertraut zu sein, indes in demselben auch andere Mischnasammlungen zur Vergleichung und Ergänzung herangezogen wurden, die Einzelne, wiederum תנאים genannt, sich angeeignet hatten. Rezipiert aber wurde alsbald die von R. Jehuda Hannasi veranstaltete Mischna- Sammlung, die er etwa zwischen 205 bis 215 einer nochmaligen Prüfung und Überarbeitung unterzog und, wie es scheint, dem Gedächtnisse des R. Isaak ben Abdime, der auch R. Isaac ר1בא genannt wurde, anvertraute**), der wohl seinerseits wiederum manche *) So dürften nämlich die Worte: שמעון בני חכם גמליאל בני־ נשיא und ferner מסר לו סדרי חכמה, מסר לו סדרי נשיאות b. Ketub. 103b zu verstehen sein; zu den Worten חנינא בר חמא ישב בראש (das.) vgl. j. Ta’anit 4, 2 (fol. 68 a), wonach ר, חנינא als Erster ordiniert werden sollte. *״) cf. j. Ma'aser Scheni 5, 1: כרם רבעי כו\ זונא שאל לדי מה ניתני כרם רבעי dem ich geprüft, genau) או נט« רבעי אמי לון פקון שאלון לר■ יצחק דוכא דבחנת ליה בל מחניתא נפקון ושאלון ליה. אמי לון קדמיא כרם רבעי. ותיניינא (mitgeteilt habe

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