Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1904
- Date
- 1904-01-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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״ הואgepriesen sei er“ in einem mit ״ ברוךgepriesen sei“ schon beginnendem Satze, hier, wie auch weiter in der Redewendung: ״Gepriesen sei, der da bewährt seine Verheissung an Israel, gepriesen sei era, an die Zeit der Geonim erinnert — dann aber lässt sie erst folgen die von Rab erwähnte Antwort: Am Anfänge waren Götzendiener unsere Vorfahren u. s. w. Um aber zum Texte: ♦ ♦ ♦ ״ אלמיEin herumirrender Aramäer war mein Vater“ hinüberzuleiten, bedient sie sich einer künstlichen Verbindung; nach den aus Josua 24, 1—4, angeführten Versen preist sie Gott, der seine Verheissung an Israel erfüllt, seine Verheissung, die sich stets an uns bewährt hat, indem nicht Einer (Pharao) allein sich gegen uns erhoben hat, uns zu vernichten, sondern man Geschlecht für Geschlecht gegen uns auftrete, uns zu verniciiten, der Heilige, gepriesen sei er, uns aber rette, wie es zu entnehmen sei aus der Geschichte Labans, des Aramäers, worauf die Worte ♦ ♦ ♦ אלמי in der Bedeutung: ״Der Aramäer wollte meinen Vater vernichten“ bezogen wurden; Diese Verbindung mag uns immerhin nicht natürlich erscheinen, aber die Worte an und für sich sind darum nicht minder wahr, und wir pflegen gerade bei diesen Worten den Becher zu erheben, und mit ihm unser Herz, unser Haupt. Es wäre ungeziemend, hier ein Bild der namentlich in den Tagen mittelalterlicher Verfolgungssucht an Israel verübten Gräueltaten zu entrollen; wir haben längst verziehen, wir empfinden keinen Groll, keinen Hass und wünschen nichts sehnlicher, als dass man uns mit denselben Gesinnungen und Gefühlen, die wir hegen, begegne; aber wie sollten wir nicht gehobenen Sinnes Gott dafür preisen, dass wir diese schwere Zeit siegreich überwunden haben. Wie sollten wir nicht mit dem heiligen Sänger der Hallelpsalmen ausrufen (Ps. 116,3,4,13,17) ♦ ♦ ♦ ״ צלל. ויגוןNot und Elend trafen mich und den Namen des Ewigen rief ich an“, nun aber ״erhebe ich den Kelch des Heiles und den Namen des Ewigen rufe ich an“. ״Dir bringe ich Dankopfer dar und den Namen des Ewigen rufe ich an“? Treten aber auch jetzt Widersacher gegen uns auf, die uns anzufeinden nicht ermüden, so wollen wir zunächst Gott dafür danken, dass Verfassung und Gesetz uns davor schützen, dass solche nicht mehr, wie einst, mit roher Gewalt uns zu überfallen und anzugreifen wagen, sodann aber hoffen, dass die krankhaft erregten Leidenschaften der Verleumdungssucht und des Hasses unserer Zeit allmäiig einer besseren Erkenntnis, einem gesteigerten Rechtssinn, einer höheren Gesittung, der Stimme des eigenen erwachenden Ge- Wissens weichen werden. Dass man keine falschen Beschuldigungen erhebe, keinen Hass schüre, dafür sollte der Pesach-Abend eine warnende Ermahnung sein. Es dürfte wohl wahr sein, dass von