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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1904-01-01 · 1904 · page 16

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1904
Date
1904-01-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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IRI
…/2720904-2721009--15-2725134
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geeignet, weg. Die Mischna äussert sich darüber in folgender Weise: Nach der Fassungsgabe des Kindes unterweist es der Vater; er beginnt בגנות, mit den Tagen der Erniedrigung, und endet בשבח, mit der Zeit der Erhöhung, und erläutert von den Worten: ארמי אבל אבי ״)ein herumirrender Aramäer war mein Vater“ Deut. 26. 5) bis gegen Schluss des Abschnittes. Diese Worte: Er beginnt ״ במותmit Tadel“, wurden nun vom talmudischen Lehrer Rab so aufgefasst, dass man mit der Urgeschichte Israels, wo unsere Vorfahren noch gleich den übrigen Heiden Götzendienst trieben, anfangen solle, also etwa mit den Worten: ״Anfangs waren unsere Vorfahren Götzendiener“, wie es heisst Josua 24. 2.: Und Josua sprach zum ganzen Volke: So spricht der Ewige, der Gott Israels: Jenseit des Stromes wohnten eure Vorfahren von jeher, Terach, der Vater Abrahams und der Vater Nachors, und sie dienten fremden Göttern und ich nahm euren Vater, den Abraham, von jenseit des Stromes und führte ihn durch das ganze Land Kanaan, vermehrte seine Nachkommen und gab ihm den Isaac und gab dem Isaac den Jaacob und Esau, gab dem Esau das Gebirge Seir, es zu besitzen, und Jaacob und seine Söhne zogen hinab nach Ägypten“, woran sich dann die Verse Deut. 26, 5—9 ♦ ♦ ♦ ״ :ארמיEin herumirrender Aramäer war mein Vater, und er zog hinab nach Ägypten“ u. s. w. anschliessen mochten; von Raba aber wurden die Worte der Mischna so verstanden, dass man mit der Erzählung vom Sklavenstande Israels anhebe, also mit Deut. 6, 21: Knechte sind wir gewesen dem Pharao in Ägypten, und der Ewige hat uns herausgeführt aus Ägypten mit starker Hand. Unsere Haggada, die wohl in nachtalmudischer Zeit, vielleicht etwa im achten Jahrhundert redigiert wurde und einst gewissermassen als Anhang der Mechilta einverleibt war, mochte nun diesen beiden Erklärungen Rechnung tragen; sie beginnt daher mit der Antwort: ״Sklaven sind wir gewesen dem Pharao in Ägypten“, setzt aber diesen Gedanken nicht weiter fort, sondern unterbricht ihn alsbald und spricht gleichsam einleitend über die uns allen obliegende Verpflichtung, die Befreiung aus Ägypten uns und unseren Kindern zu vergegenwärtigen, die sie abgesehen von einer uns sonst nicht mehr erhaltenen Baraita ♦ ♦ . מעשה, durch Belege aus der Mischna und der Mechilta zu erhärten sucht. Bevor sie anführt jene bekannte Stelle: ״ בנגד ארבעה בנים דברה תורהVon vier verschiedenen Kindern spricht die Tora“, sieht sie sich veranlasst, zuvor Gott für die Offenbarung der Tora zu danken mit den Worten: ♦ ♦ ♦ ״ ברוך המקוםGepriesen sei der Allgegenwärtige, gepriesen sei er, gepriesen sei, der die Tora seinem Volke Israel gegeben, gepriesen sei er“, — wobei die hinzugefügte Euphemie ברוך

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