Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1903
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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XVI der Uebersetzer zuweilen auch die arabische Construction nachzuahmen suchte, wie S. 15 Z. 1: אבל הגוף אינו בהפך לגוף אחר אבל זה הגוף יהיה הפך נפשו בעת אחרת. Das Prädikat ist an erster steile mit ב versehen, ganz so wie es im Arabischen in negativen Sätzen zu geschehen pflegt61). in dieser Weise wiedergegeben hat, dass er dem hebr. נבאלנו die doppelte Bedeutung des arab. Wortes (manifestus, distinctus fu.it) vindicirte. — Ganz dunkel ist auch S. 77 Z. il כס1 הסריס נאסר. Liegt vielleicht die doppelte Uebersetzung eines Wortes vor und ist נאסן zu lesen in der Bedeutung: Eunuch, in welchem Sinne das Wort bei Sirach vorkommt (vgl. den jüngst wieder aufgefundenen hebr. Text des B. Ecclesiasticus v. N. Peters S. 363)? 61) vgi. auch s. 61 z. 13: ואחר שהקדמנו זאת התחלה, wofür k ההתחלה hat, was offenbar eine Verbesserung sein soll, aber falsch ist. Der Uebersetzer schliesst sich auch hier der arabischen Construction an, und die Worte bedeuten: nachdem wir dies als Einleitung vorausgeschickt, nicht: nachdem wir diese Einleitung vorausgeschickt. Ebenso ist S. 63 Z.20: להוסיפו הזהרה richtig und dem Arabischen nachgebildet gegenüber והוסיף* לו, welches drei Handschriften haben und das lediglich ein verfehlter Verbesserungsversuch ist. Wir können nicht alle hierher gehörigen Beispiele aufzähien, die dazu beitragen können, über den Namen des Uebersetzers Aufschluss zu geben, und führen nur noch eine längere Stelle an, die gleichfalls für den Sprachgebrauch des Uebersetzers charakteristisch ist und wegen der eigenthümlichen Missverständnisse, zu denen sie Veranlasung gegeben, besonderes Interesse verdient. S. 47 polemisirt Ibn S. gegen Josef Albasir, welcher beweisen wollte, dass Gott bedürfnisslos sei, weil er sonst auch begehren müsste. Diese Art der Beweisführung sei falsch, meint Ibn S., da nicht immer mit dem Bedürfen ein Begehren verbunden sei, wie ja beispielsweise auch der Raum des Körpers und der Körper des Raumes bedürfe, ohne zu begehren. Wollte man aber einwenden, dies gelte bloss von leblosen Dingen, dass hingegen bei lebenden Wesen thatsächlich Bedürfen und Begehren mit einander verbunden seien, so ist zu erwidern: נאמר להם אנו מודים שהגופים שיש בהם חיות הם חיים והם מחאוים ניזונים וכשיהיו עלולים בעלה זאת שהיא החיות שאינו מצטרך לפי שאינו מתאוה שחיותו לננדך חיות ההתנשם וההרנש ולולי זה לא היית מכנה לו החיות כסלק הצורך ממנו. Die Worte הם חיים sind offenbar corrumpirt und wir möchten lesen: ההתנשם וההרגש סתאוים ונמוכים וכר. Im Uebrigen bedarf nur שחיות einer Verbesserung, vielleicht ist שסת חיותו ZU lesen oder es ist ein Wort in der Bedeutung ״eingestehen4‘ vorher ausgefallen und der Sinn ist klar. Die Missverständnisse beginnen mit den Worten כשיהיו עלולים בעלה זאת וכו׳- Kaufmann, Attributenlehre S. 275, übersetzt: ״Wir geben zu, dass die Körper in denen Leben ist, mit Begehren sich ernähren, und leben, wenn sie eben durch das Leben, als Ursache verursacht sind. Das ist ganz unverständlich, und dem entsprechend muss auch A. 67 gestrichen werden. Brüll, Jahrbücher IV zu 147 emendirt und übersetzt: הם חיים [סצסרכים .1] והם מתאוים וחניזוכים וכר שחיותו לננדך [לנגד .1] חיות ההתנשם [לא היו ניוונים] ולולי וה וכר ״Wir gestehen, dass die Körper in denen Leben ist, bedürfen, begehren und sich ernähren. Würden sie aber bestehen durch jene Ursache, d. h. durch ein Leben, das [der Speise]. nicht bedarf, indem ein Begehren nach ihr in ihr nicht vorhanden ist, und das dem Leben entgegengesetzt ist, welches in Beseelung und Empfindung besteht*, [so würden sie sich nicht ernähren].“ Was dann folgt ist noch weniger