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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1903-01-01 · 1903 · page 15

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1903
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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IRI
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Xffl als Selbsterkenntniss definirten55). Durch die . Selbsterkenntniss gelangt der Mensch auch zur Gotteserkenntniss, über die hinaus es keine höhere Stufe zu erklimmen giebt und durch die wir der wahren Glückseligkeit theilhaftig werden56). Ibn S. will den Leser auf dem kürzesten Wege zum Ziele führen, alle weitläufigen und schwierigen Untersuchungen vermeiden und befleissigt sich einer populären Dar־ stellungsweise. Den neuplatonischen Standpunkt lbn S.’s hat Maimuni bereits richtig charakterisirt, indem er Ibn S. als Anhänger der Lauteren bezeichnet. Im Einzelnen dies darzulegen, würde uns zu weit führen. Das Buch zerfällt in vier Abschnitte, von denen der erste die Grundbegriffe der aristotelischen Physik enthält, während der zweite, ein Abriss der Psychologie, vielfach neuplatonische Anschauungen wiedergiebt. Der dritte und vierte Abschnitt enthält die Theologie, Ethik und Eschatologie Ibn S.’s. Für ein näheres Eingehen auf den Inhalt ist hier nicht der Ort. Capitel 4. Die Uebersetzung. Die Handschriften. Die Uebersetzung des Mikrokosmos, deren Urheber bisher nicht mit Sicherheit ermittelt werden konnte57), weist gewisse Eigen־ 55) Mikr. das., Zion das. שיידע האדם [sdi. der Philosophie] ואותות פעולותיה נפשו כפי הראוי. Eine andere Definition der Philosophie s. 68 z. 3:שתכלית הפילוסופיא שידע הבורא יוד שהוא האלוה האמתי...♦ ♦ אבל פרי הפילוסופיא והמעשה הבא ממנה ויורה עליה הוא להדמות בפעולותיו כפי כהו entspricht ganz Aifarabi, s. 53: vJüLäS! %Aj3la LgjJI Jmapj 5ül*JI XäLb U-b*j . . . Als Selbsterkenntniss definirt die Philosophie auch Ibn Ezra, Zion a. a. O. S. 121 und die Lauteren an verschiedenen Stellen S. 28, 352 u. 376, an ersterer Stelle in einer eigenthümlichen Auffassung, ebenso Batlajusi, ed. Kaufmann, S. 47, vgl. Kaufmann, Attributenlehre, S. 255 A. 3. Was den griechischen Ursprung betrifft, vgl. Scholien der Berl. Akad. zu Arist. 8a: aXX0<; optap.o<; <p»Xoao<p׳a; ix toü ׳icoppw aoxTfi tsLo'jc; X(Z|xßav0|xsvo<; 0 Lsyrnv «üt7]v optoftoaiv ftsm xaxa tö ouvaxov dvffpwTCti), worauf auf Theaetet, p. 176, hingewiesen wird. Vgl. was ferner dort gesagt wird zur Frage, wie denn eine Verähnlichung mit Gott möglich sei, mit Mikr., S. 65 Z 19. Noch eine dritte Definition der Philosophie findet sich beiläufig im Mikr., S. 2 Z. 13, wo die Philosophie חכמת החכמות genannt wird. Dies entspricht der Aristotelischen Definition der Philosophie als hzlcrz/fixri iiutyojuuW. 56) Mikr-, S. 43, vgl. die Lauteren, S. 39, 375 u. 519. 57) Aus der letzten Zeile des Schlussgedichtes in der Hamburger Handschrift schliesst Jellinek, S. XV, dass der Uebersetzer Mose hiess, und identificirt diesen mit Mose Ibn Tibbon. Hingegen glaubt Reifmann, Magazin V, S. 35, Mose sei der Name des Schülers, an welchen das Buch gerichtet sei. Pinsker, כוכבי יצחק,

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