Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- – (sequence 49)
- Language
- German
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LYir 87. Pinchas b. Meir und seine Prau Menuchah (No. 78), die Nichte Kussiels (No. 68), geben am 3. Mai 1451 dem Chabjah b. Manoacb (oben No. 23) ־and dessen Prau Nechama eine Generalquittung über alles Geld und Gut, das sie ihnen zur Aufbewahrung übergeben haben, und bekennen, alles zurückerhalten zu haben (vgl. oben No 23). Wahrscheinlich ist er mit Pincus identisch, der zu den Zeugen gehört, welche am 10. April 1426 eine Aussage über die Verwandtschaft Knssiels mit Ichel von Beichenbach machen (Stadtarchiv, Neue Punde, Or.-Pap.). 88. Bechil hatte einen Rechtsstreit mit P. Jochanan in Breslau, in welchem dieser selber eine Entscheidung getroffen hatte. Als sich dann der Verurtheilte klagend an P. Pinchas (G. XIII, 17) in Schweidnitz wandte, wollte weder P. Jacob Weil (No. 129), noch P. Isserlein (P.J. 255) ohne Weiteres dem P. Jochanan Pecht geben, weil es nicht wohlanständig sei, dass ein Gelehrter in eigener Angelegenheit entscheide. Vgl. auch L. J. I, fol. 12b. 89. Salemlechem, ein angeblicher Hostienschänder 1453 (MPH. 788). Schon der Name ist ganz unerhört. 90. Sa 10m war (zusammen mit Jacob, No. 49) Besitzer eines Schuldbriefes über 38 ung. Gld. auf Patenickel, der 1453 mit Beschlag belegt wurde (Stadtarchiv K. 17 b, 2, p. 9). 91. Salomon gehörte zu den Zeugen, die 10. April 1426 über die Verwandtschaft Kussiels mit Michael von Peichenbach eine Aussage machten. Am 9. Septbr. 1427 quittirt er (zusammen mit Kussiel) über den Empfang eines Theiles der Schuld von 500 Mk., die der Goldberger Herr bei ihm gemacht hatte (Stobbe in Z. VH, 361). Im Jahre 1432 begegnen seine Pechtsstreitigkeiten wegen Geldforderungen sehr häufig in den Gerichtsprotokollen (P. Bresl. IV, 3e). Er hatte grosses halachisches Wissen und stand mit Jacob Weil (RGA. 34. 108-110. 146. 172-175, vgl. auch 178) und Isserlein (Pes. 255. 260. 261) in literarischer Verbindung. Uebrigens weigerte sich die Breslauer Gemeinde einmal, sich seinen Entscheidungen zu unterwerfen (PGA. J. Weil 146, vgl. Pes. Isserl. 255). Er gehörte zu den Märtyrern des Jahres 1453 (MPH. III, 788). Her 1453 mit Beschlag belegte Schuldbrief der Hedwig Wenczel Purstynne über 3 Mk. und derjenige des Nickel keckewitcz und Genossen über 7 Mk. waren vermuthlich sein Eigenthum (Stadtarchiv K. 17 b, 2 p. 7). Jacob (No. 55) war sein Sohn. 92. Salomo der lange gehörte 1440 zu den Bürgen für das pünktliche Erscheinen Isaak des hinkenden (No. 47) und des Isaak Jacobs (No. 44) zu einem Termine (Lib. sign., p. 18). Seine Prau, die lange Salomonynne besass damals einen Schöppenbrief über 4 Mk. anf die Pawl wynerynne. 93. Salomo der junge besass einen Schuldbrief auf Peter meysner, der 1453 mit Beschlag belegt wurde (Stadtarchiv K. 17 b, 2, p. 5). 94. Salomon Swarcz besass einen Schuldbrief über 12 Gld. auf Hans fetter und Hedwig, sein weyp, der 1453 mit Beschlag belegt wurde (Stadtarchiv K. 17 b, 2, p. 6). Vgl. Swarczabraham (No. 18) und S. 34, Anm. 1.