Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- – (sequence 48)
- Language
- German
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LVI Pfänder des Hannos Sachs für unbezahlte Schxdden zn veräussem, und im Jahre 1451 verspricht ihm Jorgo von Kabellen, die 3 Gld., die er ihm schuldet, zu bezahlen (das.). Jeküthiel (No. 68) war ihm 22 Grld. schuldig, die er erst bezahlen wollte, wenn ihm der Gläubiger und seine Frau eine Generalquittung über alle Forderungen gegeben haben würde. Jacob Weil (EGA. 35) entscheidet, dass Jekuthiels An- Spruch unberechtigt sei. Von den Schuldbrifen, die 1453 mit Beschlag belegt wurden, gehörte ihm einer über 18 Mk. auf Sigmund Sachse und einer über 8 Mk. auf Eyle Bockensloer, von den Schöppenbriefen drei über 2 Mk., 9 Mk. und 4 Mk. auf Michel Mikor [Mukor, Mikura], sowie einer auf Nickel Nobil über 4 Mk. (Stadtarchiv K. 17b, 2, p. 5.7. 10. 11. 12). Von den in Schweidnitz, Striegau, Jauer und Löwenberg gefundenen alten Schuldbriefen gehörte ihm einer auf den Bischof Conrad über 1000 Mk. aus dem Jahre 1426, einer auf den Herzog Ludwig über 12 Mk., einer vom Herzog Ruprecht aus dem Jahre 1422 über 65 Mk. (mit Anderen zusammen), einer aus dem Jahre 1427 über 40 Mk. von Herzog Bolko von Oppeln, und über 124 Mk. (zusammen mit seinem Bruder David), einer aus dem Jahre 1435 über 60 Mk. vom Herzog Hans von Münsterberg, einer von Hans und Heinrich von Münsterberg über 140 Mk. aus demselben Jahre (zus. mit seinem Vater Salomon), einer vom Herzog Conrad aus dem Jahre 1434 über 145 Mk. (zusammen mit seinem Vater), einer aus dem Jahre 1424 über 71/2 Mk. 3 Gr. vom Herzog Heinrich und s. Bruder, Erbling zu Oppeln, einer aus dem Jahre 1433 über 55 Mk. von Joh. von Bebirstein und einer vom Herzog Hans von Münsterberg aus dem Jahre 1428 über 800 Mk. (O. 82 ff.), zusammen also über etwa 2500 Mk. 83. Mosche judynne soll in ihrem Rechtsstreit gegen Nickil Streit sich zu einem Termin stellen. Rote Abraham (15) und drei andere Juden übernehmen am 9. Februar 1448 dafür die Bürgschaft (Lib. sign., p. 18). Ihr gehörten einige Schöppenbriefe über 4 Mk. auf Michel Mikura, über 1 ferfc auf Hanes Welcze und über 2 Mk. pfennige auf Michil gwart von Toschler (Stadtarchiv K. 17 b, 2, p. 11. 13). Sie war die Frau des Vorigen. Auf sie bezieht sich auch J. Weil in RGA. 35 gegen Jeküthiel. 84. Mosche Mertenynne son. Das Inventar über seinen geringen Besitz enthält das Protokoll über die 5.—7. Mai 1453 in Breslau mit Beschlag belegten Gegenstände der Juden (0. 82). Nachlynne Abrahamynne, vgl. Abrahamynne oben No. 19. Nechama, Frau des Chabja b. Manoach, s. oben No. 23. Nechemia, Bruder Ichels (F. XI, 1). 85. Neulig, Benesch genannt, Jacobs (oben No. 49) Sohn, Josephs (No. 64) Bruder, gehörte zu dem Consortium, dem Franczke Dompnig am 7. Januar 1433 verschuldet war (F. Bresl. IV, 3e) und war in den Frieden einbegriffen, den sein Oheim Kussiel (No. 68) am 15. Sptbr. 1434 vom Breslauer Rath erhielt (Stobbe in Z. VH, 158). Paltiel Hohen Zedek (כ״ץ), Gemahl der Hen (oben No. 41), s. daselbst. 86. Per, einer der angeblichen Hostienschänder 1453 in Breslau (MPH. m, 788).