Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- – (sequence 46)
- Language
- German
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UV (No. 102) den Process fort. Im Jahre 1427 giebt er am 19. Februar als Bevollmächtigter des Juden Abr. (F. 1,1) die Erklärung ab, dass er Gregor von Gregorsdorff bis acht Tage nach Pfingsten wegen einer Bürgschaftsleistung nicht belangen werde (Stobbe Z. VII, 360). Im Jahre 1430 klagt er ausser der Forderung von 80 Mk. aut* Franz von Haugwitz noch diejenigen über 40 Mk. auf Otto von Galow und über dieselbe Summe auf Job. Wiltberg ein (Sfc.-A. F. Bresl. IV 3e). 70. Lazar erklärt am 11. Januar 1441, dass er als Bevollmächtigter des Abr. Meissner (11) iür diesen von Niclas Guthe eine Bibel-Handschrift und ein versiegeltes Säckchen mit silbernen Gerätben empfangen habe (Lib. sign., p. 132). Am 28. Febr. 1449 gehört er zu den Bürgen für das pünktliche Erscheinen des Franezke (37) zu einer gerichtlichen Verhandlung (das. p. 3). Er (oder der Vorgenannte?) war Eigenthümer des 1453 beschlagnahmten Schuldbriefes über 7 Mk. auf Jeronimus Tilcher burger czu Breslaw (Stadtarchiv K. 17b, 2, p. 8). 71. Eleasar machte sich einer groben Störung des Gottesdienstes schuldig und wurde von dem Sehweidnitzer Rabbiner R. Pinchas (G. XIII, 17) mit einer Busse belegt, die er auf sich nimmt. R. Jacob Weil, von den ״Vieren“ in der Angelegenheit um Entscheidung gebeten, ist mit der Massregel einverstanden und ordnet nur noch an, dass der Uebertreter, weil er öffentlich gefehlt habe, auch öffentlich ein reumüthiges Schuldbekenntniss ablegen müsse (J. Weil RGA. 152). 72. Loch man hatte im Jahre 1432 häufig Rechtsstreitigkeiten vor dem Laudgericht wegen seiner Geldgeschäfte (St.-A. F. Bresl. IV 3e). 73. Mampe. Ein ihm geöriger Schöppenbrief auf Christoph Creisilwicz über 12 ung. Gld. wurde 1453 mit Beschlag belegt (Stadtarchiv K. 17b, 2. p. 12). 74. Meyer war einer der Vertrauensmänner (neben Abr. (wohl No. 14) von Breslau und Lazar von Schweidnitz, das. 16), zu dessen getreuer Hand der Schutzbrief des Herzogs Wenzel (Vni, 1) und seiner Frau Elisabeth für einige Glogauer Juden am 25. Juni 1440 ausgestellt und 1450 für Guhrau Teschnischen Antheils erweitert wurde (Minsberg I, 320. Berndt S. 8. Lib. nig., S. 404, No. 118). Am 28 Februar 1449 bürgt er für das pünktliche Erscheinen Effraims (No. 30) zum Gerichtstage (Lib. sign. p. 1). Im Jahre 1451 macht er vor Gerieht Forderungen an Bartuch wegen 3 Gld. und 1 Mk. und an Peter heit de majori Smolcz wegen 2 Vierd. geltend und erhält das Versprechen der Zahlung (St.-A. F. Bresl. IV 3e). Ein Termin in seiner Angelegenheit gegen Johann Schindel senior wird 1452 aufgehoben (das.). Er soll angeblich der Anreger der Hostienschändung gewesen sein (O. 77) und gehörte zu den Märtyrern (MPH. III, 787). Er besass 1453 Schöppenbriefe über 5 Mk. von Niclas crafft und seiner Hausfrau, über 417 Gld. von Larencz Steinkeller, über 6 Gld. von Cristoff Creisilwicz und über 7 fert von der Werselynne Heringerynne (Stadtarchiv K. 17b, 2, p. 10. 12. 13). Er gehört übrigens aueb zu den drei Deputirten der Judenschaft (neben Abr. und Sneman), denen der Rath am 18. Novbr. 1446 das Geleit auf vier Jahre für sie und alle mit Schutzbriefen versehenen Juden, und abermals 1450 auf