Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- – (sequence 45)
- Language
- German
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T1TTT 65. Josua gehört zu den 1453 verhafteten Juden. Das Inventar über seinen wenig reichlichen Besitz enth. Stadtarchiv K. 11b, mitgetheilt bei 0. 81. 66. Kaulo, Eamulus b. Meyer (74), gehörte zu den Opfern des Jahres 1450 (MPH. HI, 787 £). Er sollte seinen Herrn bei der Uebergabe der Hostien an den Sohn des Rabbiners begleitet haben. 67. Kessil hatte eine Forderung (zusammen mit Franezke. No. 37), an den Bürger Landisloth, über welche 1431 verhandelt wird (F. Bresl IV, 3e) und machte am 12. Februar Abraham von Oppeln (No. 14) zum Vertreter seiner Forderung, die er gemeinsam mit Franezke und Smoyl (No. 98) hatte, an Nickel Ditterich (das. und Cod. dipl. Sil. IV, S. 49, No. 84). (Vgl. Benusch F. I, 3.). Am 27. Januar 1433 kam es zu einer Einigung zwischen Barbara Ditrichynne und Abr. von Oppeln (Cod. dipl. Siles. IV, S. 51, No. 88). 68. Kussiel [— Jekuthiel b. Benusch], das reichste Mitglied der Gemeinde, der Sohn ßenusch’s (F. I, 3), der Gatte Czomels (No. 28), der Nichte Michels von Reichenbach (F. XI, 1). Am 27. Januar 1425 leiht der Rath von Liegnitz von einem Consortium, dem er und seine nächsten Verwandten angehören, 190 und 300 Mk. (Schirrmacher S. 341 f., No. 556 f.). Am 9. Septbjr. 1427 erklärt er (für sich und Salomon, No. 91), dass er den Theil der 500 Mk. von der Schuld des Goldberger Herrn, für welchen Heincze Pranant der Bürge ist, bezahlt erhalten habe (Stobbe Z. VII, 361). Im Jahre 1430 und 1431 machte er verschiedene Forderungen für sich und Andere vor Gericht geltend. So z. B. schuldete Franczko Dompnig ihm laut einem Schuldbrief vom 31. März 1433 allein 285 Mk. (F. Bresl. IV 3 e 1430—1440). Am 15. September 1434 erhält er für sich und seine Angehörigen das Recht, so lange, als die Stadt mit ihm Geldgeschäfte macht, unbehindert in Breslau zu wohnen (Stobbe Z. VII, 158). Am 30. März 1435 muss er wegen der ihm widerfahrenen Misshandlung Urfehde schwören (Stobbe das. RGA. J. Weil No. 53). Vgl. auch die Notiz über seinen Nuncius Swarcze Jacob (oben No. 56). Jacob Weil war sein Gewissensrath. Er ertheilt ihm Auskünfte in den RGA. 34—37 und 125. Im Jahre 1453 fanden sich Schuldbriefe von ihm auf Hermann Techant über i Schock bem. Gr. und auf Michel Dittrich über 5 Mk. (Jacob war sein Mitgläubiger). (Stadtarchiv K. 17 b, 2, p. 7. 9.). Seine übrigen Verwandten vgl. F. Bresl. 3. 5 und G. Bresl. 49. 76. 64. 85. 69. Lazar war am 2. Mai 1396 Schiedsrichter zwischen Czenko Donmig und dem Juden Joseph (F. I, 9) und entscheidet, dass Joseph 723 Ducaten von dem Schuldner am nächsten St. Jacobstag in Venedig zu erhalten habe (Stobbe in Z. VH, :341). 1416 gehört er zu dem Consortium, bei dem die Stadt 339 Mk. Gr. borgt (Stobbe Z. VI, 354). Am 28. Juli 1419 erhält er eine Urkunde darüber, dass Franz Haugwitz ihm gemeinsam mit anderen Juden 150 Mk. schuldig sei (Schirrmacher S. 316, No. 511. Sammter Anh. S. 567. Cod. dipl. Sü. XHI, 70). Diese Schuld war 1430 noch nicht beglichen. Am 5. Septbr. und 28. Novbr. finden Verhandluogen deswegen statt, und am 5. Decbr. 1430 setzt seine Wittwe Thamar