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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1901-01-01 · 1901 · page 44

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1901
Date
1901-01-01
Page
– (sequence 44)
Language
German
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m 60. Jo cli an an war ein Gelehrter von Huf, der rabbinische Functionen vollzog und Jünglinge in der Halacha unterwies. Ygl. Jacob Weil RGA. 85—88. 128. 185—86 und Isserlein Pes. 57. 58. 254. 255. 260— 66. Das Weitere im Text. 61. Johannes Musche hatte wegen einer Geldforderung einen Termin in einem Rechtsstreit mit Caspar Stolcz, der wegen der Aussicht auf einen gütlichen Vergleich zwischen den Parteien am 15. Mai 1458 verschoben wird. Es ist der letzte vor der Judenaustreibung verhandelte Process (F. Bresl. VI 3e 1450—56). Der Name begegnet hier zuerst, während mit demselben C. Stolcz vorher ein häufig erwahnter Jonas (No. 62) processirte. Sollte dieser Jonas im ersten Schreck die Taufe genommen haben? 62. Jona kommt 1436 in den Landesgerichtsprotokollen (F. Bresl. IV 3e) öfter mit geringeren Geldforderungen an Christen vor. Im Jahre 1452 hat er mehrere Termine wegen einer Forderung von 15 ung. Gld. nehst Kosten und in derselben Angelegenheit noch am 9. Januar und 6. März 1453. Wegen seiner Forderung an Caspar Stolcz hat er am 10. und 24. April 1453 gerichtliche Verhandlungen, während am 15. Mai 1453 Johannes Mussche (No. 61) in derselben Angelegenheit auftritt, vielleicht dieselbe inzwischen im ersten Schreck getaufte Person. Am 5.-7. Mai wurde bereits ein Inventar der in seinem Hause mit Beschlag belegten Gegenstände aufgenommen (0. 81). Ihm gehörte 1453 ein Schuldbrief über 6 fert auf Niclas Kratcz und ein Schöppenbrief über 3 fert auf Elenberg (?) die Messerine (Stadtarchiv K. 17b, 2, p. 7. 10). Seine Frau Ester oben No. 35. 63. Jordan. Ihm schuldete der Schneider Peter Lobedaw 13 Firdunge Heller und erklärt am 17. Decbr. 1445 die Schuld bis Mittfasten 1446 bezahlen zu wollen (Lib. sign., p. 120b). Im Jahre 1447 schulden ihm (und Benysch, viell. No. 21) Hans Tewfel und seine Frau Katharina 22 ung. Gld. und versprechen Zahlung in drei Jahresraten (das. p. 116). Vom Nachlass des Hans Glocz fordert er 1452 die Summe von 130 ung. Gld. in Vollmacht des Juden Sneman (101) und erhält dieselbe am 6. März 1453, sowie eine eigene Forderung von 110 ung. Gld. auf denselben Nachlass zugesprochen, während die Entscheidung wegen seiner Forderung an Joh. Letthener wegen der Aussicht auf gütliche Einigung der Parteien verschoben wird. In seinem Besitz befinden sich 1453 ein Schuldbrief über 12 Gulden auf Hans Glocz und Schöppenbriefe über 26 und 64 ung. Gld. auf denselben (Stadtarchiv K. 17b, 2, p. 8. 11). 64. Joseph begegnet in den Jahren 1431—1433 mehrfach in Rechts- Streitigkeiten wegen Geldforderungen an Malich Scheindorf. U. A. gehört er zu den Gläubigem des Franczke Dompnig und wird dabei ein Vetter Kussieis (No. 68j am 7. Januar 1433 genannt (F. Bresl. IV, 3e 1430—1440). In den Schutzbrief, den am 15. Septbr. 1434 Kussiel für die Zeit, in der die Stadt ihm Geld schuldet, erhält, ist er nebst ״Neulig (No. 85) juden, Benesch genannt, etwenne Jacob Juden seines [Kussieis] Bruder sonen“ eingeschlossen (Stobbe Z. VHI, 158). Vgl oben F. I, 3. 5 und G. I, 49. 68. 85.

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