Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- – (sequence 36)
- Language
- German
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XLIV 14. Abraham von Oppeln klagt am 29. Mai 1481 wegen 65 m. g1\, die er auf die Peiskerwicz’schen Güter von Thynco Schellendorf zu fordern hat (E. Brsl. IV 3 e, 1480—1440) und erhielt durch Urtheil vom 29. Januar 1432 auf diese Forderung im Ganzen 80 m. gr. zugesprochen (Staatsarchiv daselbst). Am 12. Februar 1432 erhält er die Vollmacht von Franczke (No. 37), Kessil (No. 67) und Smogil (No. 98), ihre Schuldforderungen an Nickel Ditterich vor Gericht zu vertreten (das. und Cod. dipl. Siles. IV, No. 84. 95, S. 49. 51) und bringt in dieser Angelegenheit einen Vergleich zu Stande (das. No. 88, S. 51). Ueberhaupt beschäftigen seine bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten sehr häufig die Gerichte in diesen Jahren. Am 12. März 1440 gehörte er zu den fünf Bürgen, die bei 1000 Mk. Gr. versprachen, dass Mosche von Liegnitz (VH, 2) sich pünktlich zu Gericht stellen werde (Stadtarch. Lib. sign., p. 5). Ebenso bürgt er für die richtige Gestellung einiger anderer Juden (das. p. 18). Im Jahre 1442 war er Ältester «der Judenschaft (Stobbe in Z. VIII, S. 451) und ist vermuthlich derselbe, der als Vertreter der Judenschaft, mit anderen zusammen, am 18. Novbr. 1446 einen im Jahre 1450 auf die gleiche Dauer verlängerten Schutzbrief auf vier Jahre vom Rath erhielt (Lib. sign. p. 109. 122). Am 28. Febr. 1449 bürgt er dafür, dass der Jude Effraym (30) sich zu Gericht stellen werde (Lib. sign. 1449, p. 1). Am 7. Novbr. 1452 wird ein Urtheil gefällt in seinem Rechtsstreit über den Nachlass des Hans Glocz, von dem er 50 und 152 ung. Gld. auf die Güter Budestowitz und Schelkaw zu fordern hat (Staatsarchiv F. Brsl. IV 3e 1450—1458). Die weiteren Verhandlungen finden am 9. Januar, 20. Febr. und 10. April 1453 statt (Staatsarchiv das., vgl. Stadtarchiv Lib. sign., p. 85, die Eintragung vom 14. Septbr. 1452). Ueber dieselbe Angelegenheit handelt auch RGA. Jacob Weil 153. 154. Er ist gewiss einer von den drei Abr., an welche diese RGA. (vgl. 152) adressirt sind. Für eine Einigung, die er zusammen mit Smohel erzielt hat. erhält er am 2. Juni 1452 einen Antheil an zehn Gld. mig. (Lib. sign., p. 69). In seinem Besitz befinden sich 1453 Schuldbriefe von Nickel Ditrich über 3 m. gr. bem. (Stadtarch. K. 17 b, 2, p. 5), von Hans Glocz und Hedwig seym weyp über 44 ung. gold. (p. 6) und über 108 vng. gold. (p. 8) mid Schöppenbriefe über 9 m. gr., die ihm Nicklas Zachse und Niklas Stolzcke sclmldeten (p. 10). Vgl. ferner Stadtarchiv K. 17 b, Heft 1, p. 6 b ff. Er gehörte zu den Märtyrern und war beschuldigt, die Büchse mit den Hostien in die Synagoge gebracht und dort die Hostien gepeitscht zu haben (MPH Mon. Pol. Hist., III, 787). Vielleicht identisch mit Abr. b. Jeh. (No. 9) oder Abr.במהר״י (No. 8). Er heirathete die Wittwe Abr.’s von Münsterberg (Stadtarchiv K. 17 b, H. 1, p. 18a). 15. Rote Abraham bürgt am 12. März 1440 mit anderen Juden für das pünktliche Erscheinen des Mosche von Liegnitz (VII, 2), und am 9. Februar 1448 ebenso für dasjenige der Mosche judynne (No. 83) zu einem gerichtlichen Termin (Stadtarch. Lib. sign., p. 5. 33). Vielleicht war er der Schwager Mosches von Liegnitz (0. 83). Vgl. Rote Meyer (No. 45). %