Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1901
- Date
- 1901-01-01
- Page
- – (sequence 35)
- Language
- German
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xLm 11. Abraham Meisner [Meyssner, Meissen] wird in den Landgerichts- Protokollen F. Brsl. IV 3e besonders im Jahre 1432 sehr häufig als Gläubiger erwähnt. Am 12. März 1440 gehörte er zu den Bürgen, die vesprachen Mosche von Liegnitz (G־. VII, 2) und den hinkenden Isaak und Isaak Jacobs son zu veranlassen, rechtzeitig vor Gericht zu erscheinen (Stadtarch. Lib. sign. p. 5. 18). Am 11. Januar 1441 erklärt Lazar jud, dass Niclas Gnthe ihm ..Eyn Buch die Biblie und eyn Sekelyn mit silbernen gerethe vorsigelt“ für den Eigenthiimer Abr. M. übergeben habe (das. p. 132). Er ist offenbar derselbe אבדם מייסנער, den R, Jacob Weil (EGA. 37) zur Herausgabe eines Pfandes verurtheilte. Vrgl. Franc zke Meissner (No. 39). Ihm gehörte (zusammen mit Mosche von Liegnitz) 1453 ein Schuldbrief, auf Grund dessen Janko Gewitczer und seine Genossen sich zu einer Schuld von 50 ung. Guld. bekennen (K. 17b, 2, p. 8). 12. Abraham Menlyn bürgt mit Anderen ca. 1440 für das pünktliche Erscheinen des hinkenden Isaak (47) und Isaak, Jacobs son (44) ,vor Gericht (Stadtarchiv Lib. sign., p. 18) und am 28. Februar 1449 für dasjenige Franzkes (das. p. 3). Vielleicht ist er mit Abr. b. Manoach (אהובי ה״ד.אברהם י(ב״ר מנוח דל Mitadressat von EGA. J. W. 152—55, identisch und dann wohl auch ein Bruder des Cliabjah b. Manoach (s. das.) (No. 24). 13. Abraham von Münsterberg's Forderung an Cuncze Reydeburg wird vom Schuldner 10. April 1431 anerkannt und dieser angewiesen, bis Johannis Zahlung zu leisten (Staatsarchiv F. Bresl. IV, 3e 1420 - 30). Abr. wird im Jahre 1432 fast auf jeder Seite der Protokolle erwähnt. Nach einer Eintragung vom 1. Decbr. 1433 schuldete er dem Juden Yppo (No. 106) 400 ung. Gld. (Staatsarch. das.V Gegen Erlass von 339 Mk. Gr. und 40 Mk. Zinsen und ein Geschenk von 400 Mk. G1*. werden ihm einige angebliche Verbrechen verziehen und erhält er an demselben Tage, 8. Juli 1433, mit seiner Frau Hes ter (No.34) auf weitere zwei Jahre Wohnrecht in Breslau (Stobbe in Z. VIII, 156 ff.). Am 2. März 1434 erhielt sein Beauftragter Usiel das Recht, 200 Mk. Gr. von den Erben des Wolffhard de Rachenow für ihn zu erheben (Staatsarchiv das.). Dasselbe geschieht noch einmal am 12. Decbr. 1436 (das.). Die Bürger von Neisse hielten in der Nacht ihn nebst Weib und Kindern in der Herberge gefangen und lieferten ihn am 20. Febr. 1439 dem König Albrecht aus. Wie die Sache weiter ablief, ist nicht bekannt geworden (Heyne, Gesch. d. Bisth. Breslau III, S. 73, Anm. 2, nach Klose 112, fol. 36 b; vgl. Stobbe in Z. VIII, S. 451 aus dem Jahre 1442). Am 21. Juni 1448 gehörte er zu den Gläubigem des Dyrand Reibnitz, der einigen Juden 64 m. gr. und 10 m. heller schuldete (Lib. sign, p. 33). Auch Cuncz von Rachnaw war ihm (zusammen mit Vsiel, seynem Bruder (No. 109) imd Caiphas (No. 22), seym swoger) 50 ung. gld. schuldig: andere Edelleute schuldeten ihm (und Abr. v. Breslaw) 31 m. gr. (Stadtarchiv K. 17 b, 2, fol. 9). Vielleicht identisch mit Abr. b. Jehuda (9) oder besser Abr. במהר״י (No. 8). Am 30. Novbr. 1442 war er bereits verstorben (Lib. Sign., p. 106). Seine Wittwe heirathete Abr. v. Oppeln (No. 14). Sein Sohn Smoyl, s. Strehlen (No. 8), sein Sohn Isaak unten No. 46.