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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1901-01-01 · 1901 · page 28

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1901
Date
1901-01-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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nämlich Michel von Reichenhach dem Herzog als ״Strafgeld“. L. R. hatte sich dafür verbürgt,- und die Juden hatten sieh verpflichtet, ihn schadlos zu halten. Am 21. Januar 1418 übergeben sie dem L. R. eine Schuldurkmide des Herzogs über 86 Mk., die dieser an Zahlungs Statt annimmt (das. 182), am 26. Januar 1418 bezahlen sie weitere 48 Mk. (das.). Am 10. März erklärt L. R. dann voll befriedigt zu sein (das. 186). Am 4. Febr. 1418 scliliesst er mit Helias einen Vertrag über einen Antheil an einem Darlehen, das Wenzlaw Swarcz und Peter Rote auf Piänder abgeschlossen haben (Stobbe 182). Conrad Meissener, der seine Gläubiger, darunter Benesch judynne (Benesch’s Frau Nechla, vgl. Lib. exc. de anno 1485, S. 2) vor kirchliches Gericht bestellt hat, erklärt 3. Decbr. 1419, dass er von den Juden befriedigt sei und die Juden deswegen weder vor ein weltliches, noch vor ein geistliches Gericht in Zukunft fordern werde (Stobbe, das. 189). Er gehörte zu dem Consortium, dem der Rath von Liegnitz 190 Gulden schuldete, die er am 27. Januar 1425 auf nächsten Georgstag zu bezahlen sich verpflichtete (Schirrmacher, S. 341, No. 556). 4. Clemens hat dem Dytwin Dumlog die Zinsen, die dieser von seinem Hause zu fordern hat, bezahlt und schuldet am 6. Septbr. 1393 nur noch ״czen mark czinses czu Eylff marken“ (Stobbe Z. VI, 338). 5. Elias (Helias, Heylias), Bruder des Benisch, genannt Kessel (3). Er gehörte zu dem Consortium, dem Herzog Ludwig von Brieg (IX, 19) 780 Mk. schuldig war, für welche die Stadt Brieg am 21. Septbr. 1414 die Bürgschaft übernahm (Or. St.-Arch. V, 20), und 1416 zu demjenigen, dem die Stadt Breslau 100 Mk. und 6 Mk. Zinsen schuldete (Stobbe Z. VI, 354). Am 12. März 1417 bürgt er dafür, dass Michel ,von Reichenbach, wohnhafftig zum Canthe, sich pünktlich dem Gericht stellen werde (Stobbe Z. VII, 178). Ueber die Geldgeschäfte mit Herzog Conrad Senior (III, 4) von Oels, die er im Jahre 1418 zusammen mit seinem Bruder Benisch machte s. oben No. 3. Am 16. Febr. 1418 zahlt er an Lenhard Richard eine Abschlagszahlung von 271/2Mk. (Stobbe Z. VU, 185), am 25. Febr. 1418 abermals 75 Mk. (das.), am 3. März zusammen mit Jacob, seinem Neffen, 37 Mk. (das.), und am 10. März erklärt Lenh. Richard, dass die Schuld abgetragen sei (das. 186). Am 5. Juli 1418 schuldete ihm (zus. mit Jacob) Herzog Conrad der Dechant (III, 6) 215 Mk. (das.), und am 17. Aug. 1418 schuldet der Rath von Breslau ihm (zusammen mit Jacob, Israel und Noel) 100 Mk. Gr. und 10 heller Wien. (das. 187), Am 23. März 1419 erklärt Jacob, dass der Rath von Brieg ihm, Elias und anderen Juden 80 Mk. auf die Schuld Herzog Ludwigs (IX 19), abgezahlt habe (das. 188). Am 9. October 1419 quittirt er mit Jacob zusammen über 600 Mark, die ihm der Rath von Liegnitz auf die Schuld Herzog Ludwigs hezahlt habe (Schirrmacher S. 318, No. 515. Diese Quittung meint vielleicht Sammter, Chronik von Liegnitz I, 404). In demselben Jahr (am 13. Decbr.) erklärt Conrad Meissener, der ihn und zwei andere Juden vor das geistliche Gericht geladen hatte, nachdem ihm seine Pfänder herausgegeben waren, dass er nunmehr die Juden weder vor geistlichem noch vor weltlichem Gericht mehr belangen werde (Stobbe, das, 189). Auch gehörte er zu dem Consortium, von welchem der Rath in Liegnitz 1425 die Summe

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