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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1901-01-01 · 1901 · page 21

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1901
Date
1901-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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IRI
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99 war, wahrscheinlich ״wiederum freiwillig128 ״ Mark weniger einen Groschen ohne Zinsen zugebilligt1). Daraus ging jedenfalls hervor, dass er besonders kapitalkräftig gewesen ist. Diese Erkenntniss genügte für den ״zum Schuldenmachen geborenen*‘ Bischof2). Die Breslauer aber trugen am 14. März 1424 Folgendes wörtlich in ihr Signaturbuch ein3): ״Am Dienstage nach Invocavit ist vor uns gekommen Ichel der Jude, den man Michel Juden von Reichenbach nennt, in unserem und der Stadt Geleite und hat öffentlich mit gutem Willen frei und unbezwüngen bekannt, dass er mit dem Ehrwürdigen Herrn Conrad von Gottes Gnaden, Bischof zu Breslau, ganz und vollkommen geordnet sei bezüglich der Sachen, u m derentwillen er bis auf die Zeit gefangen gehalten worden ist. Darauf hat er entsagt und abgetreten alle Schuldbriefe, die er über unsern Rath und über die Stadt Breslau gehabt hat, und hat recht und redlich seinen Willen und Jawort dazu gegeben, sobald sich unser gnädiger Herr Bischof mit unserem Rathe und der Stadt wegen derselben Briefe und des Geldes geeinigt hätte oder sich einigen würde 4), dass das Alles sein Wille und Jawort sei, indem er gelobte, ohne Arg weder * unserem gnädigen Herrn Bischof noch den Rath und die Stadt noch irgend jemand anders wegen dieser Briefe und Schulden jemals belangen und ansprechen zu wollen in keinerlei Weise in geistlichen und weltlichen Ge־ richten. Auch hat er besonders bekannt, dass er keine Briefe mehr besitze, die über uns, unseren Rath und die Stadt sprechen, und gelobte, dass, wenn jemals später solche Briefe dennoch vorgebracht würden, sie keine Kraft noch Macht haben sollten. Item hat er mit gutem Willen und unbezwungen daselbst bekannt, dass er keine Briefe mehr über Schulden besitze, die auf unseren gnädigen Herrn Bischof läuten, und auch keine Friedebriefe von seinen Gnaden, und gelobte, wenn in Zukunft solche Briefe gefunden würden, dass die weder über seine Gnaden noch über seiner Gnaden Bürgen Kraft oder Macht haben sollten geistlich oder weltlich in keiner Weise. Item hat er daselbst alle und jegliche geistliche und weltliche Herren, Prälaten, Domherren und andere Priester, 1) Stobbe das. 187. 2) Vgl. Klose II, 2, S. 57 und dazu Hausier, S. 241, Anm. 8. . 3) Stobbe in Z! VII, 351—354; 4) Die Stadt war offenbar Bürgin beiden! Juden für des Bischofs Schulden

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