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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1901-01-01 · 1901 · page 10

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1901
Date
1901-01-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720969--09-2724886
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88 Ganz in der Nähe musste, wie früher, der Glöckner, d. i. Synagogendiener1), seine Wohnung haben. Dicht dabei befand sich auch das Badehaus 2), über dessen Lage wir erst jetzt Sicheres erfahren. Mit gleicher Opferfreudigkeit erfülte man die Liebespflichten gegen die Heimgegangenen. Der Friedhof vor dem Ohlanerthor 3), auf dem seit reichlich anderthalb Jahrhunderten die früheren Geschlechter, nicht ungestört von der Rohheit der Gewalthaber4), zur ewigen Ruhe gebettet waren, wurde wieder eröffnet5). Das ausgedehnte Grundstück, das seit 1376 dem reichen Bürger Otto von der Neisse verpfändet war und ein Jahrhundert lang in erblichem Besitz seiner Familie geblieben ist6), wird von Stunde an den Inhabern sicherlich eine erkleckliche Jahresrente abgeworfen haben. Für die Verfassung der Gemeinde nahmen sich die Breslauer die musterhaften Schweidnitzer Einrichtungen7) zum Vorbild. An der Spitze der Verwaltung stehen danach ״vier Meister8״), welche x) Symon der Glockener wohnte 1453 im Synagogen-Grundstück (K. 17 b, 5, fol. 6a). 2) K. 17 b, 3, fol. 9 h ist die Rede von den! ״Jungen Meyer der Pinkussynne zon bey dem byane“ und das. 4, fol. 10b von dessen Frau, der ״meyerynne der pyncussynne snorchen [= Schwiegertöchterchen] bey dem baden bome in der yoden gasse“. 3) Oben S. 34 ff. 4) S. 47 ff. *) Vgl. S. 58, No. 4. G) St.־A. St. Breslau H, 26 q. Ueber die Familie vgl. Stadtbuch 112, 2. Die Angaben über Otto (das. 113, 1) sind hiernach zu ergänzen. 7) Oben S. 70 ff. 8) Ergiebt sich aus der Adresse der EGA. 152—55 des R. Jacob Weil. Dass die Adressaten in Breslau wohnten, kann nicht zweifelhaft sein. Der an erster Stelle genannte Jecliiel ב״ץ ist offenbar derselbe, den Isserlein in seinen Pes. 260—61 erwähnt, und der in Breslau seinen Wohnsitz hatte. Dem widerspricht nicht der Umstand, dass im Texte (bei Jacob Weil) der Schweidnitzer Rabbiner R. Pinchas und seine Lehranstalt als die gekränkten Instanzen erscheinen. Demi der Thatbestand war offenbar folgender: Der wegen grober Störung des Gottesdienstes von R. Pinchas auf ein Semester von seiner Lehranstalt verwiesene Eleasar kehrte nach Breslau, seiner Heimath, zurück, und die Breslauer ״Viereu fragen nmi bei Weil an, ob die blosse Verweisung eine genügende Busse sei. Dass aber R. Pinchas in Schweidnitz Rabbiner war, geht mit Sicherheit aus den RGA. des R. Jacob Weil, No. 129. 146, den Pessakim Isserleins No. 31—32 (=־ Leket Joscher) II, 28. 73-82 (vgl. L. J. I, 14b). 255—56 und L. J. I, 15b. 19a bis 29 a. 30. II, 2. 17 b, 78 a. 82b. 84a hervor. Er war ein Schüler Isserleins und legte sich ebenfalls ein Notizbuch über die Lebensgewohnheiten und Entscheidungen seines Meisters an (L. J. I, 15b) כתב היי״ר פנחס״

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