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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1900-01-01 · 1900 · page 63

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1900
Date
1900-01-01
Page
– (sequence 63)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720971--62-2724854
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137 Im Uebrigen sind die einzelnen Erkenntnissarten ihrem Werthe und ihrer Bedeutung nach zu unterscheiden. Zwischen der höchsten Erkenntnissstufe des Geistes133), der in seiner Thätigkeit keinem Irrthume Unterworfen ist, und der Erkenntniss der Sinne, die nur eine richtige Vorstellung oder Meinung begründet, liegt die Erkenntniss der Denkseele134). Ausserdem unterscheidet Gabirol von einem anderen Gesichtspunkte aus mehrere Stufen in der durch die Sinne vermittelten Erkenntniss, indem er die Sinne ein immer mehr sich vergeistigendes Bild der äusseren Objekte in sich aufnehmen lässt. Es prägen sich nämlich die sinnlichen Formen, die selbst nicht mehr rein körperlich sind, sondern zwischen der körperlichen und geistigen Natur in der Mitte stehen135), zunächst in den Sinnesorganen ab, von wo sie geläutert und verfeinert in das Vorstellungsvermögen gelangen, um von hier aus im höchsten Grade der Verfeinerung und Vergeistigung sich der Seele einzuprägen136). Den niedrigsten Rang nimmt jedenfalls die sinnliche Erkenntniss ein, die nur als Vorstufe der inteüigiblen Werth besitzt, indem die Seele durch Betrachtung der sinnlichen Welt sich der Urbilder der Dinge erinnert. Hierbei verhält sie sich zu den sinnlichen Formen in gleicher Weise, wie der Leser zu dem geschriebenen Buche, der, während sein Auge die äusseren Schriftzeichen und Buchstaben wahrnimmt, sich ihres Sinnes und ihrer Bedeutung erinnert137). 133) Von der ekstatischen Erkenntniss, von der Gabirol nur in Andeutungen beiläufig redet, wird weiter unten die Rede sein. 134) Siehe oben S. 120. 135) m, 15 (b. in, 16, s. 112): שזה הרשום אינו גשמי במוחלט ולא רוחני במוחלט אלא הוא אמצעי בין שתי הקצוות כגידול והחוש והתנועה והגוונים והתבניות המקבלים הרשומים בעצמים המורכבים מעצמים הפשוטים. Der Text ist corrumpirt, und die Worte המקבלים הרשומים sind nach בעצמים המורכבים zu setzen, vgl. Munk S. 46 und Guttmann S. 130, A. 2. Dieselbe Anschauung ist auch bei Plotin angedeutet III, 6, 17: p.£Ta^j 8־sü)pou|1ivwv ixsi'viuv (die sinnlichen Formen und Qualitäten) 7m «k7}<; T7j<; 57.7]; 7m xou aoou; «koü. 136) 11,11 (b. 11, s. 36): כי הצורות המוחשות יתטבעו בכלים להדמותם בהם ויהיו הצורות הנטבעות בכלים יתטבעו עוד בכח הדמיון בדקיקות ופשיטות יותר ממה שהוטבעו בכלים ובמו כן יתטבעו בעצם הנפש בדקיקות ופשיטות יותר ממה שהוטבעו בכח הרמון Das heisst: Die Form, welche das Vorstellungsvermögen aufnimmt, ist nicht ein unmittelbares Abbild des äusseren Objektes, sondern der den Sinnesorganen vpm äusseren Objekt eingeprägten Form, und ein Abbild jenes Abbildes ist die Form, welche die Seele bewahrt. Diese Anschauung erinnert theilweise an die Plotinische Unterscheidung zwischen der äusseren und inneren Wahrnehmung I, 1, 7: x7]v 02 r/jc; cj>uy7jc; 3*0־ aiafrdvsofrai ouvauiv ou t&v a 1037־] tc5v slvai osf, t&v 8s chco «1097}0SOJ^ £ץץlYVOJJLSV(JDV T(j> £0)10 TüTC(l)V dvTlX7]7T:tX7]V slv«l |XaXX0V* V07]־d [dp 7}07] T«k׳T Der Vorstellung von der fortschreitenden Vergeistigung des Wahmehmungsbildes werden wir auch bei den Späteren begegnen. 13ל) Das.: יחם הצורות המוחשות לנפש יחם הספר הכתוב לקורא נכי] כשיחוש

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