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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1900-01-01 · 1900 · page 62

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1900
Date
1900-01-01
Page
– (sequence 62)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720971--61-2724853
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136 die Formen durch die Seele bloss hindurchgehen, wie das Licht durch die Luft, ist bereits aus mehreren Gründen als hinfällig erkannt worden und lässt sich noch auf andere Weise widerlegen132). von Gabirol bezeichnet, B. I, 5, S. 7: Scientia scientis est comprehensio ad rem scitam, vgl. die von Guttmann S. 69, A. 3 angeführte Parallelstelle aus Plotin V, 5, 6. m) 111,27 (B.m, 42, s. 174): ואין הצורות עוברות על הנפש כעבור הארד על האדר מבלתי שיהיו עצמיות בה כמו שחשבו רבים .♦ . ומה שיורה על זה כי עצם הנפש יקבל הצירה השכלית מעצם השכל בחלום נפשית כלומר דמיונית ואחר כן תראה אותה בהקיץ גופנית יסודית. Gemeint sind die unter dem Einfluss des Intellekts entstehenden Traumbilder nach der Anschauung der jüdischen und arabischen Aristoteliker, vgl. Guttmann S. 152, A. 2. Die durch Emanation des Intellekts erfolgenden Traumerscheinungen sollen nun beweisen, dass es in der Seele Formen gebe, welche der Seele nicht durch die Sinne zugeführt werden, so dass die Worte p ואחר תראה אותה וכר eigentlich überflüssig sind und bloss den Zweck haben, den Gegensatz schärfer hervortreten zu lassen. Während nämlich die gegnerische Ansicht behauptet hatte, dass es keine Formen in der Seele gebe, die nicht vorher durch die Sinne passirt sind, stellt es sich im Gegentheil heraus, dass es Formen giebt, die zuerst in der Seele wapen und durch die Sinne erst später hindurchgehen. Ueberhaupt ist der Weg, den die unter dem Einfluss des Intellekts entstehenden Traumbilder zurücklegen müssen, um von der Seele wahrgenommen zu werden, ganz entgegengesetzt dem Wege, den nach der Ansicht des Gegners die Formen nehmen müssen, um zur Seele zu gelangen. Es gelangt nämlich das Bild, in welches die Einbildungskraft die Eingebung des Intellekts umsetzt, zunächst in das Vorstellungsvermögen (3^x2^) und von hier in den Gemeinsinn, und die Wahrnehmung erfolgt in dem Augenblicke, wo das Bild in den Gemeinsinn tritt, denn es ist, nach der Ansicht der Aristoteliker, kein Unterschied, ob ein Bild von aussen durch die Vermittelung der Sinnesorgane oder von innen in den Gemeinsinn gelangt (vgl. Ibn Sina bei Sahr. 428 (H. II, 330ל und Kaufmann, Attributenlehre, S. 206, A. 183, dessen Darstellung, wonach die Formen aus der Vorstellungsin die Einbildungskraft und von da in den Gemeinsinn übergehen, der Berichtigung bedarf, denn die Worte Sahr.’s: *dl *j! bedeuten nicht, dass die Einbildungskraft das dem Gemeinsinn zunächst Liegende sei, dies ist vielmehr das Vorstellungsvermögen). Einen ganz entgegengesetzten Weg müssen nach der Ansicht des Gegners die Formen zurücklegen, um zur Seele zu gelangen. — Was die Unterscheidung zwischen נפשית und גופנית betrifft, so hat sie mit der von den Aerzten vorgenommenen Eintheilung in physische, vitale und natürliche Vermögen, worauf Munk hier S. 54, A. 2 hin weist, nichts zu schaffen, gemeint ist vielmehr dasselbe, was Gabirol IV, 24 (B. IV, 16, S. 247) ausspricht, dass nämlich die im Traume wahrgenommenen Formen geistiger sind, als die im Wachen wahrgenommenen und in der Mitte stehen zwischen diesen und den rein intelligiblen inneren Formen. Ganz dieselbe Stellung weist Isaak Israeli in seinem היסודית'D (Cod. der Seminarbibliothek No. 56 f 7a) den im Traum erscheinenden Formen an: וכשירצה השכל להראות ולגלות לנפש מה שהשפיע עליו בוראו יתעלה הראה אותה הצורות האמצעיות בין הנשמיות והרוחניות. vgi. auch oben S. 39 die Bemerkung Saadias: והנפש הבמה לעצמה und den darauf folgenden Beweis von den Träumen der Blinden. Haben vielleicht Saadia und Gabirol aus einer Quelle geschöpft?

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