Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1900
- Date
- 1900-01-01
- Page
- – (sequence 61)
- Language
- German
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135 zwischen ihnen eine Aehnlichkeit und Gattungsverwandtschaft besteht, jede Erkenntniss aber eine Aehnlichkeit zwischen Subjekt und Objekt zur nothwendigen Voraussetzung hat128). Aus demselben Grunde muss auch dem Geiste die Erkenntniss der sinnliehen Formen durch die Sinne vermittelt werden, da wegen der grossen Verschiedenheit zwischen der subtilen Natur des Geistes und der groben Natur der sinnlichen Formen eine Verbindung zwischen beiden nicht möglich ist ohne Dazwischenkunft eines Mediums, wie es die sensitive Seele ist, die in der Mitte steht zwischen der Geistigkeit des Intellekts und der Körperlichkeit der sinnlichen Formen129). Daher vermag ja auch die sensitive Seele selber ohne Vermittelung der Sinnesorgane und der Luft die sinnliehen Formen nicht zu erfassen130). Durch die Erkenntniss gewinnt die erkannte Form eine reale Existenz in der Seele und ist substantiell in ihr. Man kann daher das Wissen auch als die Subsistenz des Gewussten in der Seele und im Geiste bezeichnen131), denn die früher erwähnte Ansicht, dass 128) v, 12 (B. v, 8, s. 271): ומורות לא ידבקו אלא בצורות מפני הדמות והננסות אשד ביניהן. Derselbe Grund ist gemeint, wenn es B. III, 24, S. 134 heisst, die sensitive Seele nehme nur die Form, nicht aber die Materie wahr, weil die Form in ihrer Wesenheit sei, nicht aber die Materie. Ausserdem werden für die Nichtwahrnehmbarkeit der körperlichen Materie andere Gründe angegeben, V, 32 (B. v, 26, s. 305): מפני שהצורות נשמיות והיסוד רוחני בצרופו אל הצורות הנשואות בו ועוד כי היסוד לובש והצורה לבושה ועור כי היסוד דומה!בהעדר והצורה דומה] במציאות והיסוד בכה והצורה בפעל. In der lat. Uebersetzung ist auch hier der Grund angegeben, den wir soeben aus S. 134 angeführt haben. Vgl. Plotin V, 8, 7 (Theol. S. 170): ofrsv ml yccXsTCov sopsTv xtjv 0'A.yjv otco 7ü0XX0T<; stosai xpucpfrs?3av. Was den Ausdruck לבש betrifft, so erinnert er an dieselbe Bezeichnung bei Plotin III, 6, 11 (7Ucp1T(frs|isv) und III, 6, 18 (a|ieptsa11a), der damit ausdrücken will, dass die Materie keine Veränderung erleide und die Form bloss wie ein Gewand an- und ablege. 129) v, 13 (B. v, 15, s. 285): ומפני היות השכל רקיק והיו המוחשים נסים ואי אפשר שידבק הרקיק בנם בלא אמצעי דומה לשתי הקצוות התחייב מזה שיהיה השכל לא ישיג המוחשיים אלא באמצעות החושים כי היה עצם החש דומה לשתי הקצוות. 130) Das.: ועל זה ההקש עוד תוקש השגת עצם נהחש] בצורות המוחשות באמצעות הבלים והאויר מפני התדמות הכלים והאויר לשתי הקצוות. Dieselbe Bedeutung einer Vermittelung zwischen den Extremen legt Plotin den Sinnesorganen an mehreren Stellen bei, vgl. die von Guttmann S. 210, A. 4 angeführte Stelle (IV, 4, 23): 0!> xo'lvuv osi |iövov xaux« sTvai, xö ££«) xat x7jv 6uy7}v* £1׳x31 oüö’ av Tcd&oi• dXXa osT xo xsiaoasvov xpixov sivai .... auvenuxov tüük; xd axpa aXXyjXoic;; IV, 5, 8: maxs v\ aia37]a1!; c|>üy7}<; ävzikrßiQ saxat 01* opfavojv op.otu)v zolc, dvxiXypcxou;; IV, 5, 1 Anfang. Ebenso Pseudo-Empedokles bei Kaufmann, Studien über Salomon Ibn Gabirol, S. 18 unten. 1S1) iii, 19 (B. hi, 23, s. 132): והידיעה קימת צורת הידוע בנפש והשכל. Auch als ein Umfassen des erkannten Objekts durch das Subjekt wird das Wissen