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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1900-01-01 · 1900 · page 60

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1900
Date
1900-01-01
Page
– (sequence 60)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720971--59-2724851
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— 134 - der Form mit der Form betrifft, so schliesst sie zweierlei in sich: erstens, dass es von Seiten der Seele immer nur die Form ist, welche erfasst123), zweitens, dass auf Seiten des Objekts immer nur die Form Gegenstand der Erkenntniss ist, oder, wie Gabirol bei anderer Gelegenheit sich ausdrückt, die Sinne sowohl wie der Geist nur die Form ohne die Materie in sich aufnehmen124). Eine nothwendige Folge dieser Anschauung ist, dass das Formlose sich überhaupt der Erkenntniss entzieht, weshalb ihm auch kein wirkliches Sein zukommt125). Warum nur die Form Gegenstand der Erkenntniss werden kann, dafür werden von Gabirol verschiedene Gründe angegeben. Unter Anderem wird behauptet, dass die Form des Objekts gleichsam eine Scheidewand bilde zwischen der Materie, von der sie getragen wird, und der Form des erkennenden Subjekts. Daher verbinde sich nur die Form mit der Form, weil diese unmittelbar auf einander stossen126). Jedoch ist auf diese Begründung nicht besonders Gewicht zu legen, und sie wird von Gabirol wohl nur nebenher angegeben. Als wichtigsten und wesentlichsten Grund wird man im Sinne Gabirol’s den alten bekannten Satz an- Zusehen haben, dass Gleiches nur durch Gleiches erkannt werde127). In diesem Satze ist nach Gabirol die Erklärung für mancherlei Erscheinungen zu suchen. Daher erklärt es sich zunächst, warum nur die Formen sich mit einander verbinden, weil nämlich bloss 123) B. III, 23, S. 133: Omne concipiens aliquid, non concipit nisi per suam formam. ergo intelligentia et anima concipiunt formas rerum per suas lormas. m) v, 64: החוש יקבל צורת המוחש מבלי שיקבל המרו וכן השכל יקבי1 צורת המושכל ולא יקבל חמרו. In der lat. Uebersetzung V, 41, S. 331 fehlt der Passus und wird vom Herausgeber ergänzt. Ebenso Aristoteles, de anima 424a 17: KafroXoü os Tuspt 7caa7]<; otaftojasax; ost Xaßstv 01t 7} yisv ataltojafc satt to osxttxov ta>v atalbjTojv sioojv avso *־/;<; uXy]<;; Plotin I, 1, 2: G1׳a97j01Q yap xapccooyjj stooü«; 9ן obcafroüQ awpiato!;, vgl. Munk S. 48, A. 1, Joel S. 37. Die Plotinische Stelle scheint corrumpirt zu sein, ׳und wie es ungefähr heissen muss, lässt sich vielleicht aus I, 1, 7 entnehmen. 125) Folgt aus IV, 7 (B. IV, 5, S. 221), V, 12 (B. V, 8, S. 271). 126) Vgl. die in der vorigen Anmerkung erwähnte Stelle V, 12: והתיש וד״שכל לא ידבקו בזולתי הצורה! המותשת או המושכלת מפני היות הצורה המוחשה והמושכלת חוצצת בין צורת הנפש והשכל ובין היסודות הנושאים לצורות המוחשות והיסודות הנושאים לצורות המושפלות, ebenso IV, 7. Schwierig ist und der Erklärung bedarf v, 32 (b. v, 26, s. 305): והסבה אשר בטבורה תהיה הצורה נלויה והיסוד נעלם במושכלות מפני פגישת צורת השכל וצורות המושכלות כי הצורות כולן מתנגדות ביסוד ׳כבני אדם במערכת המלחמה m) v, 13 (V, 15, s. 285): (des Subjekts und Objekts)התאחדות אלו שתי הצורות כשעור הדמות והקירוב, vgl. B. 1,5, s. 7 u. in, 24, s. 134: si fomae sensibiiis non essent similes animae, anima non reciperet illas. Auch bei Plotin I, 8, 1 heisst es allgemein: trjc; 100£עץ«)<; sxaatcuv 01’ 6pt010TT)t0<; *f1־fv0|*ivY)c.

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