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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1900-01-01 · 1900 · page 55

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1900
Date
1900-01-01
Page
– (sequence 55)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720971--54-2724846
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129 solcher Vermittelungen an. So verbindet sich die Sehkraft mit den Körpern nur vermittels der Pupille und der feinen Luft, die Weltseele mit dem Weltkörper nur vermittels der Sphäre, die ein Mittelding ist zwischen der Körperlichkeit und Geistigkeit109). Der Mensch, in dem Seele, Geist und Körper zu einer Einheit verbunden sind, ist in dieser Beziehung ein Bild des Weltganzen, eine Nachahmung des Alls110). Wie im Mikrokosmos des Menschen der Geist, als die einfachste und sublimste Substanz, sich mit dem Körper nur durch das Medium der Seele und des Pneumas verbindet, ebenso kann im Weltganzen die einfache und sublime Substanz des Geistes nur durch vermittelnde Zwischenglieder sich mit dem Körper, der Substanz der Kategorien, verbinden111). seele und dem Körper bezeichnet wird. Dass jedoch Gabirol, dem biblischen Sprachgebrauch folgend, in dem angeblich, wie wir soeben von IbnEzra erfahren, רוח den mittleren Theil der Seele bedeutet, unter רוח החיוני in der That die animalische Seele verstehe, ist im höchsten Grade unwahrscheinlich. Vielleicht ist die aufgeworfene Schwierigkeit in folgender Weise zu lösen. Costa ben Luca a. a. O., S. 130 unterscheidet bloss einen doppelten Spiritus, einen Spiritus vitalis, der seinen Sitz im Herzen hat, und einen Spiritus animalis, der von dem ersteren seinen Ursprung nimmt und seinen Sitz im Gehirn hat, vgl. auch Alfredus Anglicus, de motu cordis, ed. Barach, S. 97. Auch der Verfasser von תורות הנפש, S. 50 redet bloss von einem doppelten Pneuma, doch nennt dieser wiederum bloss הדוח הצמחית und החיונית. In jedem Falle wollte Gabirol durch הרוח החיוני oder Spiritus animalis, wie es in der lat. Uebers. heisst, das höchste Pneuma bezeichnen. Bemerkt sei noch, dass Ethik, S. 3 חום הטבעי genannt wird, dessen Funktionen — siehe oben S. 33, A. 61 — von denen des Pneuma nicht streng geschieden sind. Dieses חום הטבעי wird von Cusari II, 26 als Medium zwischen Seele und Körper bezeichnet. 109) III, 8 (B. III, 51, S. 194) heisst es neben anderen Beispielen: ובכח הרואה שלא ידבק בגופים אלא באמצעות הבבה והאויר הדק וכנפש הכללית שלא תדבק בגופים אלא באמצעות הגלגל האמצעי בין הרוחנות והגשמות. "0) 111,6 (B. 111,2, s. 77): העולם הקטון דמיון העולם הגדול בסדור והבנין. Der Vergleich wird von Gabirol bald tiefer, bald oberflächlicher gefasst, vgl. I, 3 (B. I, 7, S. 10), wo der Körper des Menschen und seine äussere Form ein Bild von Materie und Form, die Seele ein Bild des Willens, der Geist eine Analogie der ersten Substanz sein soll. Nach Ethik, S. 3 ist der Mensch darum eine Nachahmung des Alls, weil die vier Qualitäten in ihm den vier Elementen im Weltall entsprechen, vgl. Moreh I, 72 und die von Joel S. 30, A. 2 aus der Bibliotheca Photii angeführte Bemerkung. Was die Vorstellung von Mikrokosmos betrifft, so reicht sie hinauf bis Heraklit (Siebeck I, 43) und ist auch Sokrates nicht fremd (Xenophon, Memorabilien I, 4, 8). Ueber das Vorkommen dieser Anschauung bei anderen griechischen Philosophen und in der jüdischen Litteratur vgl. Joel S. 29 und Guttmann S. 117, A. 3. Plotin betrachtet den Menschen hauptsächlich als xoaao<; voyjtoc, vgl. ausser der von Joel a. a. O. angeführten Stelle auch V, 1, 10. m) Das.: ואין עצם השכל שהוא דק פשוט ונבבד מכל עצמי העולם הקטון דבק לגשם בי הנפש והרוח אמצעיים ביניהם ועל זה יוקש סדר העולם הגדול כלומר שאין העצם

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