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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1900-01-01 · 1900 · page 48

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1900
Date
1900-01-01
Page
– (sequence 48)
Language
German
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122 Eine andere Unterscheidung lehnt *sich an an die von Gabirol oft ausgesprochene Behauptung, dass die in der Weltseele existirenden Formen nicht in derselben Weise geeint sind, wie die Formen im Intellekt, so dass sie die Mitte innehalten zwischen diesen und den körperlichen Formen der zusammengesetzten Substanz. Bewiesen wird dies aus der verschiedenen Auffassungsweise des Intellekts und der Seele. Der Erstere nämlich soll das Sein in allen Dingen erfassen, die einfache einheitliche Form, die Gattungen und Arten, die Letztere hingegen das Anderssein, die Unterschiede, die eigenthümlichen Merkmale und Accidenzen, die durch die Sinne erkannt werden92), weshalb die Seele, wenn sie das Wesen der Dinge erfassen will, sich mit dem Geiste verbinden und mit ihm Eins werden muss, um durch die Vereinigung des Gattungsbegriffes und des Art- Unterschiedes die Erkenntniss des Wesens der Sache, nämlich die Definition, zu erlangen93). Diese Erklärung, die Geist und Seele nach dem Gegenstand ihrer Erkenntniss unterscheidet und wesentlich dasselbe zu behaupten scheint, wie die Aeusserung, dass die Seele das Aeussere, der Geist hingegen das Innere der Dinge erfasse94), wird 92) m, 26 (B. iii, 41, s. 172): עצם השכל ישיג ההויד, בכל הדברים כלומר הצורה האחדותית הפשוטה והיא הסוגים'והמינים ועצם הנפש ישיג הוולת כלומר הפרקים והסגולות והמקרים הלקוחים מהחושים, ygi. iv, 9 (b. iv, 6, s. 223): אחרון מה שיגיע השכל אליו בהשגה היא השגת הגנם והפרק. Die Ausdrücke פרק ,סגולה ,מקרה entsprechen den von Porphyrius in seiner Einleitung gebrauchten: oi<z<popa, toiov, auyißcpr^/.oc. Ueber הויה und זולת, das die lat. Uebers. hier durch esse und non esse wiedergiebt, siehe weiter unten. 93) Das. Die Uebersetzung Falakeras וי?|1ה האחד לאחר und das lat. et superponitur una super aliam scheinen auf verschiedenen LAA im Original zu beruhen. 94) B. III, 48, S. 187. Auf die Frage, was denn beweise, dass die Substanz der Intelligenz von der Seele verschieden sei, wird geantwortet: signum ad hoc est, quod anima rationalis apprehendit extrinsecum, et intelligentia apprehendit essentiam. et essentia simplicior est extrinseco. Die Behauptung, dass die Denkseele bloss das Aeussere erkenne, die, streng genommen, auf die Sinne passen würde, in Bezug auf die Denkseele aber auffallend erscheint, dürfte vielleicht auf eine Aeusserung Plotin’s V, 3, 3 zurückzuführen sein. Auf die Frage, warum nicht das Vermögen, sich selbst zu denken, dem discursiven Denkvermögen der Seele eingeräumt werden könne, wird die Antwort ertheilt: rL 0x1 sooiisv auxcii x׳z s£oj axoTtslofra». v.ai 7r0),L>7ipcq|J-0vsTv, vuj 03 a£10uj1.sv o-apysiv xoc aoxou xai xä iv aoxto 3x0!cs 1׳ט8ב.. Wenn nun auch x« ££a> dort dem xd £v aoxtj* gegenübergestellt ist und nicht ganz dem Ausdrucke extrinsecum entspricht, so veranlasst doch der ganze Inhalt jenes Kapitels, in dem die von Gabirol aufgeworfene Frage wiederholentlich gestreift wird, an diese Stelle zu denken. Im Uebrigen wird auch Gabirol nur sagen wollen, dass die Seele bloss die Abbilder der Dinge erkennt, das, was aus dem vouc herausgetreten ist, vgl. auch V, 3, 1: xal '(dp xojv yiv s£co vj aibfhjatg, dXX 00 voot; ezvT17v'/^3xa1 xoi, si ßo 67.31, oidvota zai oojja• u. V, 3, 2: xo 0' iv auvq 7.0y».C6;jl3vov

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