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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1900-01-01 · 1900 · page 45

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1900
Date
1900-01-01
Page
– (sequence 45)
Language
German
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IRI
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־■ ־ ׳ י״יי—V י -יי^ ־־ -T^pr7־fv;י — 119 — Ursache der animalischen und diese der vegetativen, und da die Ursache die Wirkung in sich einschliesst, so sind die unteren Stufen des Seelenlebens in den oberen mitenthalten, nicht aber umgekehrt86). In gleicher Weise, wie diese drei Seelenformen, ist der Intellekt von der Seele substantiell verschieden. Wie sich Seele und Geist zu einander verhalten und worin sie sich unterscheiden, wird von Gabirol in mehreren Aeusserungen näher bestimmt. Wie der Stoff zur Form, verhält sich die Seele zum Geiste, von dem die intelligiblen Formen auf die Seele emaniren, wenn sie sich zu ihm hinwendet, um seine Einwirkung zu empfangen87). An der Hauptstelle, an welcher Gabirol den Unterschied zwischen der Seele und dem Intellekt bespricht und zunächst die Weltseele und den Weltgeist im Auge hat, wird die Thätigkeit des letzteren darin gefunden, dass er alle intelligiblen Formen nicht zeitlich und nicht räumlich, ohne Untersuchung und ohne fremde Beihilfe, lediglich durch sich selbst erfasst wegen seiner Vollkommenheit und Vollendung88). Als wesentlichster Unterschied ist aus diesen Worten eine Differenz bloss im Ausdrucke, nicht aber in der Sache besteht. Daher ist auch diese Aussage G.’s nicht auf die Weltseele zu beschränken. 86) B. III, 49, S. 188: sequitur hoc quod quicquid est in substantiis inferioribus est et in superioribus; sed non quicquid est in superioribus est et in inferioribus. Dadurch wird die Einheit des Seelenlebens, die auf den ersten Blick ganz aufgehoben schien, einigermassen wieder hergestellt, und die Anschauung Gabirol’s lässt sich nach einer Seite hin mit der Aristotelischen vergleichen, wonach die unteren Stufen des Seelenlebens in den oberen aufgehoben seien, in ähnlicher Weise wie das Dreieck im Vieleck eingeschlossen sei, s. Arist., de anima 414b 28. 8ז) v, 4 (b. v, 3, s 262): מעלת הצורה מהיסוד מעלת הנפש מהניף ומעלת השכל מהנפש, und v, 10 (b. v, 17, s. 290): ושם ההקש בזה הדוש הצירות השכליות כלומר המחשבות וציורן בנפש הפרטית בשישקיף השכל עליה, vgl. v, 10 (B. v, 13, S. 281). In einem ähnlichen Sinne heisst es Perlenlese (ed. Ascher 1859) S. 110: ובמו שהנר עין האור כן השכל עין הנפש וכאשר השמש אור העולם כן הנפש אור הגוף. Der Anfang des Satzes ist unverständlich. Vgl. auch Königskrone [הנשמה seil.] עשיתיה מלהבות אש השכל חצובה. 88) 111, 30 (B. 111, 48, s. 187): ופעל השכל השנת כל הצורות המושבלות בלא זמן ובלא מקום מאין בקשה ולא צורך אחר זולתי עצמו כי הוא תם ושלם. wenn auch diese Stelle sich auf den Weltgeist bezieht, so dachte sich Gabirol jedenfalls das Verhältnis zwischen Weltgeist und Weltseele der Haupsache nach analog dem Verhältnis zwischen der Einzelseele und dem Einzelintellekt, ganz so wie die vorhergehenden Unterschiede zwischen den drei Seelen doch nur von der Einzelseele abstrahirt sein können. An der Parallelstelle V, 28 ist noch ein Unterschied hervorgehoben, der an unserer Stelle nicht so deutlich hervortritt. Dort heisst es: וצורת השכל תשיג כל הצורות ותכירם וצורת הנפש המדברת תשיג מקצת הצירות השכליות ותבירם עם התנועה וההשוטטות בהם, in der 1at. Uebers. iv, 17, s. 250 fehlt auch dort dieser Unterschied, denn es fehlt der entsprechende Ausdruck fü»*

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