Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Journal
- Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
- Volume
- 1900
- Date
- 1900-01-01
- Page
- – (sequence 44)
- Language
- German
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— 118 — vor der vegetativen in der Wahrnehmung, welche darin besteht, dass sie sich sowohl aus der Nähe wie aus der Ferne mit den Formender Körper, die ihr an Feinheit ähnlich sind, verbindet und sie ihrer Körperlichkeit entkleidet, während die vegetative Seele sich mit der Materie der Körper selbst verbindet, weil sie ihnen an Grobheit ähnlich ist und ihre Thätigkeit nur aus der Nähe und durch unmittelbare Berührung ausübt8'4). In ähnlicherWeise steht die animalische Seele der rationellen an Vollkommenheit nach, da ihre Thätigkeit lediglich darin besteht, die Formen der groben Körper zu erfassen, die Körper räumlich zu bewegen und ohne jede Ordnung und Verbindung Laute und Töne hervorzubringen, durch die kein Begriff bezeichnet wird, während die Denkseele das Vermögen besitzt, die feinen inlelligiblen Formen zu erfassen, sich im Intelligiblen nicht zeitlich und räumlich zu bewegen und Laute und Töne in solcher Ordnung und Verbindung hervorzubringen, dass dadurch ein Begriff bezeichnet wird85). Es ist daher die rationelle Seele הורות הנפש, s. 25: מפני שמדת הנפש הצמחית היא לנוע תנועה מקומית כמו העץ הנע במקומו והגדל במחוזו ולא יעבור ממקום למקום ומדת הנפש הרוחנית [?הת־דנית] היא לעבור ממקום למקום. 84) 111, 29 (B. das.): ויתרונות הנפש החיונית על הנפש הצומחת כי היא תדבק בצורות הגשמים הדומות לה ברקיקות ומפשמת אותם מצודותיהם הגשמיות והנפש הצומחת דבקה בעצמי הגופים להדמותה להם בעובי והקרבה והמשוש. Ueber die Differenz zwischen Falak. und dem lat. Uebersetzer hinsichtlich der Worte ומפשטת אותם וכו״ vgl. Beaumker z. St. Ferner ist cominus et eminus von F. nicht wiedergegeben. Hinsichtlich der immateriellen Auffassung der wahrnehmenden Seele vgl. Lautere Brüder, S. 238: vO)L*j) (seil, die Seele) py*Jf 013 l^ Lg-ö ^^3 Was den hier angegebenen Vorzug der animalischen Seele vor der vegetativen betrifft, so steht damit die von Joel S. 39 aus Plotin IV, 4, 27 angeführte Stelle: zlza ״/,v tou alat)7]T1x0u cpustv ouxixt tcj> י־0.7<0ב. ivrjv, E^Qyoupivrjv oi״ gar nicht in Verbindung. Plotin spricht von der Erdseele und unterscheidet zwischen der vegetativen Kraft, welche mit dem Körper vermengt ist, und der sensitiven, die über dem Körper schwebt. 85) iii, 30 (B. in, s. 187): ופעל הנפש החיונית שהיא תרג־ש בצורות ד,גשמים העבים בזמן והתנועה במקום והי־מת הקול והנעימות מאין סדר מורה על ענין ופעל הנפש המדברת ההרגשה בצורות המושבלית הדקיקות והתנועה במושבלות בלא זמן ובלא מקום והרמת הקול והנעימות בסדר ובחבור מורה על ענין. Warum Beaumker anstatt movere per loca, das die Handschriften haben״, moveri setzt, ist uns nicht klar geworden. Es scheint durchaus nicht, dass Gabirol sagen will, die Seele bewege sich selber im Raume, sondern nur, dass sie den Körper im Raume bewege. Was והתנועה במישבלות בלא זמן betrifft, so begegnen wir derselben Anschauung auch bei den arabischen Aristotelikern, vgl. Ibn Sina a. a. O. S. 364. Zwar spricht dieser dort vom Intellekt, aber der Intellekt, von dem dort die Rede ist, nimmt dieselbe Stelle ein, wie die Denkseele bei Gabirol, und seine Thätigkeit ist die Reflexion, so dass