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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1900-01-01 · 1900 · page 43

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1900
Date
1900-01-01
Page
– (sequence 43)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720971--42-2724834
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-- *דדי Ir-־*; '׳״-״י־'׳:־"״־ — 117 — Fortpflanzung besteht82), der Thätigkeit der animalischen Seele, welche das Vermögen der Wahrnehmung und der Ortsveränderung besitzt, an Vollkommenheit nicht gleich, da die erstere bloss die Theile des Körpers bewegt, während die letztere den Körper in seiner Gesammtheit bewegt und von einem Orte an den anderen versetzt83). Ferner offenbart sich der Vorzug der animalischen Seele 82) m, 27 (b. m, 46, s. 181, u. 111, 47, s. 184): ורשום העליונים בשפלים נראה בצמח מתנועת הנידול וההזון וההולדה והרשום המושג לטבע המשיכה והשנוי והאחיזה והדחיה והרשום המושג לנפש הצומחת ההולדה והגידול. Zwischen Falakera und der lat. Uebersetzung ist kein Widerspruch, wie Beaumker S. 141 richtig bemerkt, aber die Unklarheit in der Darstellung Gabirol’s selber ist dadurch nicht beseitigt, und zwar tritt diese Unklarheit in dem Auszuge Falakera’s, in dem mehrere Stücke zusammengezogen sind, um so schärfer hervor. An der einen Stelle wird als Thätigkeit der vegetativen Seele die Ernährung, das Wachsthum und die Zeugung beschrieben, an der anderen Stelle, wo die Thätigkeit der Natur der der vegetativen Seele gegenübergestellt ist, wird der letzteren bloss die Zeugung und das Wachsthum, der ersteren die vierfache Bewegung beigelegt, wodurch es den Anschein gewinnt, dass die Ernährung der Thätigkeit der Natur zuzurechnen sei. In Wirklichkeit jedoch wird die Ansicht Gabirol’s gewesen sein, dass die Ernährung auf ein besonderes Vermögen der vegetativen Seele zurückgeht, der die vier Kräfte der Natur als Hilfsorgane dienen, vgl. Costa ben Luca a. a. O., S. 137: opus vero vegetabilis animae est nutrire, et reficere; hoc autem facit per quattuor virtutes, quae vocantur naturales, quae sunt: attractiva, retentiva, digestiva et cxpulsiva. Andererseits lässt sich jedoch aus einer anderen Stelle nachweisen, dass in der That für Gabirol die Grenze zwischen der Natur und der vegetativen Seele nicht fcststand, und dass er zuweilen die Thätigkeit der vegetativen Seele ganz in der der Natur aufgehen lässt. Das ergiebt sich aus IV, 19 (B. IV, 13, S. 239), wo es heisst, dass die Form des Geistes der Zahl Eins gleiche, die der Denksecle der Zwei, die der animalischen Seele der Drei, weil sie den Körper mit seinen drei Dimensionen erfasse, die der Natur der Zahl Vier, weil sie mit vier Kräften ausgestattet ist. Es fallt nun auf, dass Gabirol hier ohne jede Begründung die vegetative Seele übergeht. Allein טבע ist hier ebensoviel wie die vegetative Seele, und Gabirol folgt somit der stoischen Anschauung, wonach die Beseeltheit erst bei den Thieren beginnt, in den Pflanzen hingegen bloss die Natur wirksam ist. Noch deutlicher ergiebt sich dies aus Ethik, s. 11: אך האלקים ברא הנפש התמידה זבה ונקיה .... ומה שיהיה ממנו זולתי הטוב היא הצומחת ור״ל פועל הטבע. Danach ist auch Cusari 1, 31 zu erklären: בדין הענין הטבעי נתחייב לקיחת המזון והגידול וההולדה .., ובענין הנפשי התייחדו בעלי חיים בולם, wenn hier Cusari das Wesen der Natur erst mit der Ernährung, dem Wachsthum und der Zeugung beginnen lässt, so folgt er gleichfalls der stoischen Anschauung, wonach die Wirksamkeit der Natur erst auf der Stufe der organischen Wesen beginnt, während in den anorganischen bloss die sogenannte s?1£״ thätig sein soll. Die stoische Anschauung ist auch gemeint Cusari v, 10: ולקצתם דעות במוצאים ובו־ und Ibn Ezra, Commentar zu Kohelet 7, 3. Vgl. auch Nemesius, de natura hominis, S. 96 u. S. 109, und hinsichtlich der Anbequemung Plotin’s an den stoischen Sprachgebrauch in diesem Punkte Zeller (3) 3, 2, S. 582 A. 3. 83) in, 28 (b. in, 48, s. 186): והרשום המושג לנפש החיונית החוש והתנועה והיא תניע הנוף בכללו ותעתיקהו במקום בכללו והנפש הצומחת תניע חלקי הגוף, vgi.

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