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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1900-01-01 · 1900 · page 31

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1900
Date
1900-01-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720971--30-2724822
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105 wegung, die wir in der Körperwelt wahrnehmen, — eine Mannigfaltigkeit, der wir schon in der verschiedenen Bewegung der Eie• mente begegnen54), — schliesst es aus, dass wir den Körper selbst als Ursache der Bewegung ansehen, weil in diesem Falle alle Körper gleiche Bewegung haben müssten. Der Körper ist demnach an sich ruhend und keinerlei Bewegung fähig, diese wird ihm vielmehr von einer über der Körperlichkeit hinausliegenden Ursache mitgetheilt. Eine ins Einzelne gehende Scheidung und Sonderung der verschiedenen Formen der Bewegung nach dem Grade ihrer Vollkommenheit nöthigt uns daher, ebenso viele intelligible Prinzipien als deren Ursache zu setzen, und wir gelangen auf diesem Wege zur Annahme eines höchsten Erkenntnissvermögens im Menschen, des Geistes nämlich, und einer in drei Stufen geordneten Seele, denen analog wir einen universellen Geist und eine gleichfalls in drei Stufen geordnete universelle Seele statuiren müssen, da ja der partikuläre Geist und ebenso die Theilseelen nur Ausflüsse der Allseele und des Allgeistes sind und diesen ihr Wesen und ihr Sein verdanken55). Schon der bisherige Verlauf unserer Darstellung und namentlieh die letztere Bemerkung lassen erkennen, in welch engem Zu- 54) Gabirol geht von der Bewegung der Elemente aus, die er wegen ihrer Verschiedenheit als Wirkung der letzten intelligiblen Substanz, der Natur, erklärt. Die Existenz dieser Substanz, fahrt er fort, lässt sich noch auf andere Weise darthun, durch die Beobachtung nämlich, dass im zusammengesetzten Körper die disparaten Theile zu einer continuirlichen Einheit verbunden und durch eine fortdauernde gegenseitige Anziehung zusammengehalten werden, worin sich gleichfalls die Wirksamkeit der Natur offenbart. In Bezug auf das letzte Argument, bei dem es sich um eine Thatache handelt, in der die Stoiker nicht eine Wirkung der Natur, sondern einer sxTixyj cuvairc sehen wollten, ist Plotin IV, 7, 3 zu vergleichen: s~3\ 0י30׳ av zvq 310\Jta 01־ osv c^jyixy;; o׳jvau.30K oux g*j3qc,• fät (ap zat iv <oopa c.üzo'j r{ 3עשU, .... 03 030' av yivoiTo, ak\ä 333’ :־Ta1 3v ohq za TavTa. Auf die Frage des Schülers, warum nicht die verschiedene Bewegung den verschiedenen Qualitäten zugeschricben wird, lautet die Antwort: postquam qualitates opus habent motore, scias ex hoc, quod non sunt agentes per se ipsas. Zu dieser Antwort wie zum ganzen Inhalt des Beweises sind lautere Brüder, S. 28 zu vergleichen, welche zusammenfassend sagen: ■I oJL3> Jsjtj 1^X03 Ui) "״־׳■*) oA LgJ “3 ö! y* u-aiül IfrS J»** «) B. IH, 45, S. 181.

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