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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1900-01-01 · 1900 · page 28

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1900
Date
1900-01-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720971--27-2724819
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— 10Ö und die Betrachtung der Seele, ihrer Kräfte, Accidenzen, Eigenthümlichkeiten und Beziehungen nach vorangegangener Beschäftigung mit der Logik als das geeignetste und zweckdienlichste Vorstudium empfohlen für Jeden, der sich mit der Metaphysik, der Wissenschaff vom Seienden, befassen will48). Als Grund wird angegeben, dass ja die Seele das Organ ist, wodurch wir erkennen, und sozusagen das Substrat aller Wissenschaft ist, daher vor Allem erkannt sein will49). Ferner erkennen wir durch die Beschäftigung mit der TV TIC p*7XX0V 76 7:0X0 Xs'jftOV ‘/ML Ö7.07T06|JLcV0C S0X0^0)^ 7.V 0l7.7plß0t 7] ׳iCSpl 77.677]; (seil, ^uy^;); 617 73 tüoXX« 7.7.7 ׳XX«, 7.71 077 י£7 ׳p.cpü) 7 /;y ־(vojaiv otowotv ojv 7s £371 7.7.1 7.יש u>v £371. Die Bemerkung Joels S. 11, dass zwar Plotin von der Weltseele, Gabirol jedoch von der Einzelseele rede, dies aber keinen Unterschied ausmache, weil die Wellseele nur eine analoge Erweiterung der Einzelseele sei, ist nicht ganz zutreffend, da auch Plotin keineswegs speziell an die Weltseele denkt, sondern, wie sich aus der weiteren Begründung der Wichtigkeit der Psychologie durch das Gebot: ״Erkenne dich selbst“ deutlich ergiebt, von der Seele ganz allgemein, ohne jede Unterscheidung redet. Die letztere Begründung findet sich übrigens auch bei Alexander von Aphrodisias, de anima, Anfang, und Alcibiadesl, 131 sagt Sokrates: 60*/7, v 707. 7jjtac xsXsost *fvcuptoai 0 £7cl7777(0v yvaivat £7070V. Vgl. auch Dieterici, Anthropologie, S. 46, worauf Guttm. S. 67, A. I verweist, und Ibn Sina, Psychologie a. a. O. S. 341, der sich gleichfalls auf den Aus- Spruch: ״Erkenne Dich selbst“ beruft. Man kann hierbei wahrnehmen, welche verschiedene Wandlungen dieser Ausspruch durchgemacht hat. Ursprünglich im ethischen Sinne gemeint, war er jedoch geeignet, indirect zu psychologischen Betrachtungen zu veranlassen, vgl. Siebeck, Gesch. d. Psych. I, S. 164. Später verstand man darunter direct eine Aufforderung zur Betrachtung der Seele; in der Anthropologie der lauteren Brüder a. a. 0. wiederum wird unter dem Selbst des Menschen nicht bloss die Seele, sondern auch der Körper verstanden. Unter dem ״Haupt der Philosophen“, welchem Ibn Sina a. a. O. die Aeusserung zuschreibt: ״Wer seine Seele nicht zu erkennen vermag, ist auch nicht im Stande, seinen Schöpfer zu erkennen“, ist vielleicht Sokrates gemeint, von dem bekannt war, dass er in seinen Gesprächen auf die Wichtigkeit der Selbsterkenntniss hinzuweisen pflegte. Die mitgetheilte Aeusserung ist demnach vielleicht bloss eine durch ungenaue Ueberlieferung entstandene Umkehrung des ihm Alcibiades I, 133 beigelegten" Satzes: ״Wer Gott und die Weisheit erkennt, erkennt auf diese Weise sich am besten“. Beachtenswerth ist die Bemerkung, die Albalag החלוץ VI, S. 166 zu dem Ausspruche דע נפשך ותדע בוראך macht. 41,4 ף (B. 1,8, s. 10): וההגון שבדברים כשיתחילו בתחלח לעיין בו אחר ידיעת מלאכת המופת ומה שתועלתו יותר גדולה העיון בעצם הנפש וכחותיה ומקריה ובל מה שישיניה וידבק בה. Zwischen vorbereitenden und eigentlichen Wissenschaften unter* scheidet Gabirol auch in seiner Ethik (ed. Lyck) S. 12 und nennt die ersteren מוסריות und die letzteren תמיות. 49) Das.: מפני היות הנפש היא המונחת לידיעות ומשגת לכל הדברים בכחותיה המפלשים בלל. Schärfer und präciser drückt diesen Gedanken Plotin an der an* geführten Stelle IV, 3, 1 aus: C7]7stv 73 77. 7XX7 7.71 eupstv ßouX6|1svo1 017.7.ü1)<; 7.v 70 £7]70uv 77:07 ׳’ £atl 70070 Cy]70T{1sv, womit V, 1, 1 zu vergleichen ist: 76 y7.p

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