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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1900-01-01 · 1900 · page 24

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1900
Date
1900-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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IRI
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98 findet sich auch bei Ibn S. (Isarat, ed. Forget, S. 130). Der Beweis für die Existenz der Seele, hergeleitet aus der Wahrnehmung und Bewegung, ist auch den Aristotelikern geläufig (vgl. beispielsweise Ibn S. a. a. O. S. 342 und Emunah Ramah, ed. Weil, S. 20). Die Beweisführung schliesst mit den Worten: Alles, was beseelt 1sty wird von einem Andern beseelt, man nenne dieses Andere Seele oder wie man will. Auch diese Redewendung findet sich bei J. S. und Anderen39). Es wird hierauf die Frage aufgeworfen, ob die Seele, indem sie den Körper bewege, sich selbst bewege. Für die hierauf folgende Auseinandersetzung, die von den vier Arten der Bewegung ausgeht, kann Aristoteles als Quelle angesehen werden40). Bei Aristoteles ist der Beweis durch die vorausgeschickte 39) Vgl. Isarat p. 121: d. i.: es steht dir frei, dies Prinzip Seele zu nennen, ebenso Emunah r. S. 20: ואתה אם לא ישר בעיניך זה השם תשים לו איזה שם שתרצה כי אין קפידא אצלינו בשמות. In Bezug auf die eben angeführte Stelle aus Em. r. verweist Steinschneider a.’a. O. S. 990 auf Canon Fen. 1, Doctr. 6, cap. 5. Dort jedoch wird diese Redensart in einem anderen Zusammenhänge gebraucht und ist gerade bei Ibn S. eine Entlehnung, während sie von Ibn Daud in dem Zusammenhänge angewendet wird, in dem sie zuerst gebraucht wurde, und zwar ist Plötin als Quelle anzusehen. In seiner Polemik gegen die materialistischen Ansichten der Stoiker bemerkt er (IV, 7, 3), dass ein seelisches Prinzip nothwendig sei, welches den Körper Zusammenhalte. Ja, nicht einmal die Materie, sagt er, würde sein, und dieses All würde sich auflösen, wenn es Jemand der zusammenhaltenden Kraft des Körpers anvertrauen und diesem die Stelle der Seele dem Namen nach (uiypi täv ovouGkojv) anweisen wollte. Das heisst: es kommt darauf an, was man als dieses zusammenhaltende Prinzip betrachtet; wollte Jemand den Körper als solches setzen und diesem den Namen Seele beilegen, so ist nichts damit gewonnen, weil es auf den Namen nicht ankommt. Daraus wird bei Ibn S. und bei Ibn Daud: es muss ein unkörperliches Prinzip angenommen werden; welchen Namen man demselben beilegt, ist gleichgiltig. Ueberhaupt ist es eine speciell Plotin geläufige Redewendung, dass man sich an die Sache und nicht an den Namen zu halten habe, und in ähnlicher Weise sagt er im folgenden Capitel: wenn die Stoiker, weil nicht jedes Pneuma Seele sei, vom Seelenpneuma sagen, es sei ein Pneuma von bestimmter Beschaffenheit (7cvsu;1.׳z tcujq r/ov), so ist zu fragen, was sie sich unter dem Worte ״irgend wie beschaffen״ denken. Entweder gehört diese Beschaffenheit zum Seienden, dann haben sie selbst etwas Immaterielles zugegeben, wenn aber nicht, dann giebt es bloss ein Pneuma und das ״irgendwie״ ist blosser Name (to cs ttojc sy ov ovoulcz), vgl. IV, 8, 9: oü osi 7rpo^ xo ovoua iVcadkci. Den Uebergang zu den jüdisch-arabischen Aristotelikern zeigt die Theologie an, welche S. 127 (Uebers. S. 128) die zuerst genannte Stelle in etwas sonderbarer Weise folgendermassen wiedergiebt: Sagt nun Jemand, wir setzen nicht die Welt in ihrer Gesammtheit nur als Körper, sondern wir setzen sie als mit Leben und Seele begabt, aber nur dem Namen nach, so antworten wir, auf den Namen kommt es nicht an u. s. w. Vgl. Al-Gazzali, Tahafut, p. 11 I; Cusari H, 7 u. V, 10 (S. 307 ed. Hirschfeld); Ibn Ezra Kohelet 7, 3. 40J Vgl. de anima S. 406a 12: 'cssaapojv os ־/.tv70׳sü)v ouatöv .... Mit den

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