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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1900-01-01 · 1900 · page 13

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1900
Date
1900-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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87 Paraphrasten selbst zu thun, und dieser Paraphrast kann nicht Porphyr gewesen sein, der sich doch gewisß nicht durch eine fehlerschied anders wiedergeben, als indem er einen Ausdruck gebrauchte, der nicht die ausgesprochene Bedeutung ,Höhle“ hatte, aber doch dieser Bedeutung sehr nahe kommt? Man könnte noch an andere Möglichkeiten denken, z. B. an eine Verwechslung des talmudischen חלודה (= Rost) mit חולנא oder gar einer Form des Verbums חלד selber in der Bedeutung aushöhlen (wie ^ומחליך את האר vgl. Kohut s. v. חלד), wenn nicht der Umstand dagegen spräche, dass חלודה in der Bedeutung Rost sich in syrischen Lexicis nicht nachweisen lässt, weshalb die erstere Annahme uns richtiger erscheint. Ebensowenig beweisen die anderen Stellen, von denen Volkmann sagt, dass sie nicht anders als durch fehlerhafte Leseart iip Text des Plotin entstanden sein können, zumal Volkm. selber nicht im Stande ist anzugeben, wie denn wohl der Text gelautet haben mag, und wo der angebliche Fehler zu suchen ist. Bloss eine Stelle bleibt unter den von Volkm. angeführten übrig, von der man mit Recht vermuthen könnte, dass sie aus einer falschen Lesart des griechischen Textes geflossen sei. Plot. V, 1, 4: 7:0x2 '(dp EtoxpdxYjc, 7:0x2 02 17:7:0; wird Theol. S. 109 so wiedergegeben, als hätte der Paraphrast fI1c7coxpdxr£ anstatt rl~~0' gelesen. Allein auch auf diese Stelle möchten wir kein Gewicht legen, denn abgesehen davon, dass hier wegen des Gleichklangs der Ausdrücke vielleicht bloss eine Flüchtigkeit vorliegt, sehen wir auch nicht ein, warum die Gegenüberstellung von Sokrates und Pferd besser sein soll, als die von der Theologie erwähnte. Gleich־ wohl lässt sich in der That nachweisen, dass der Paraphrast oft falsch gelesen hat, und wir führen zu diesem Behufe einige Stellen an. Theol. 161 (Uebers. S. 160): Die Betrachtung der intelligiblen Welt ist mit keiner Mühe verbunden, und der Betrachtende wird des Blickes nicht satt, so dass er die Bewegung von ihr ab־ lenkte (vielleicht ist zu lesen, demnach: dass die Bewegung ihn von ihr ablenkte), denn der Blick dort wird nicht müde, dass er der Ruhe bedürfe, damit die Kraft der Betrachtung in der Bewegung zurückkehre. Die Stelle giebt keinen Sinn, und die Worte ״in der Bewegung“ gehören vielleicht hinauf (nämlich nicht müde durch die Bewegung), was es aber mit dem ganzen Gerede von der Bewegung auf sich hat, ergiebt sich aus der ParallelsteUe Plot. V, 8, 4: x7j; 02 sxs! flea; ouxs xdfjioexd^ iaxiv, out’ iaxl TüXrjptüai; 21; xo Tcauaaoflat IHiouiv(»)• 0ux2 ‘(dp xsvcdoic 7}v, iva 7jxwv siq 7cX7jpa>a1v xai xeXo; dpzsalbß. Der Paraphrast las xiVqai; anstatt xsviuai;, bei welcher Gelegenheit wir auf eine solche Verwechslung in unseren Ausgaben hinweisen möchten, wo umgekehrt x» v7pt<; fehlerhaft statt /svcua•; steht. Nämlich IV, 4, 21: oü ydp oq x<1) s7ülfl-u^7]X1x<p q xpocpy] q frspytoxr]; xai uYpöxTjs 0u02 xtvY)at<; 0u02 xoucpiai; xsvoopivou 0u02 7cX7jpc031c jisaxouuivou. Hier ist ohne Zweifel xsvwai; zu lesen. — Ferner: Theol. 26 (Uebers. 26): Die Seele ist in Bezug auf den Tastsinn weniger theilbar, als in Bezug auf die anderen Sinne, während es Plot. IV, 3, 19 gerade im Gegentheil heisst: Die Seele ist auch in Bezug auf die anderen Sinne theilbar, jedoch weniger als in Bezug auf den Tastsinn (IXaxxov 02 q sv rq äcpjj). Der Paraphrast übersah das Wort 7j. — S. 110 (Uebers. S. 112): Wir wollen nun in Bezug auf den Geist forschen, von welcher Beschaffenheit er ist . .. wie ihn der Schöpfer hervorbrachte und so schuf, dass er beständig schaue. Diese Dinge und dergleichen gehört zu dem, was die Seele nothwendig wissen muss. Hingegen Plot. V, 1,6: zäc ouv op^ . . , xai ixsivoü 'f£־j׳ov£v, tva xai opq* vuv jjlsv (dp xrjv dvcqxyjv xou stvai xaüxa ף cj>uy7j sy^si. Der Paraphrast las fehlerhaft elMvai anstatt elvai. Er scheint auch tva dsl

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