Mannheim
Compact Memory

Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1900-01-01 · 1900 · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1900
Date
1900-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2720904-2720971--05-2724797
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

80 sich Differenzen nachweisen und zwar nicht selten da, wo Joel durch scheinbare Parallelen eine Uebereinstimmung herausgefunden zu halben glaubt. Dahin gehört beispielsweise aus der Kategorienlehre9) die Unterscheidung zwischen ersten und zweiten Substanzen, der Umstand, dass Gabirol im Anfänge des zweiten Traktats den absoluten Körper, d. h. die Materie, welche die Quantität angenommen, und die der Quantität entblösste Materie unterscheidet, während Plotin diesen Unterschied nicht hervorhebt, weshalb der Hinweis Joel’s auf Plot. II, 4, 6 nicht zutreffend ist, da dort bloss behauptet wird, dass den Elementen noch eine Materie zu Grunde liege, nicht aber, dass diese Materie selbst noch aus Materie und Form zusammengesetzt und der absolute Körper sei. Dieser Unterschied tritt augenfällig hervor, wenn man Plot. V, 8, 7 mit Theol. S. 171 vergleicht, wo die Aeusserung Plotin’s, die Materie werde durch die Form der Elemente zusammengehalten, von der Theologie in der Weise wiedergegeben wird, dass der absolute Körper noch dazwischen eingeschoben wird, wonach die Materie erst durch die universelle Form geformt worden sei und dann die Form der Elemente angenommen habe. — Zur Bemerkung II, 8, die Quantität und die sie tragende Substanz seien zu trennen, obgleich sie im Sein stets geeint seien, weil der Intellekt sie unterscheide, und ebenso sei der Intellekt Eins und Vieles, ist nicht Plot, n, 4, 5 (Joel a. a. O. S. 18), sondern VI, 2, 4 zu vergleichen: et x7}v acnjiaxoc; tpuaiv tostv £ßouXö|ie9־a .... c»:q 10 v. xö |1iv öj<; utüo/.£׳’|j.£vov 0.0xou, xö 01 67:600v aöxoö, xö jAsysfl-og, xö 03 67: otov, otov xö ypü> ja ׳z . . . öjaoü [tev 7u «via, xio os Xöyw öta1psB־svxa etc; xpia . . . xöv auxöv 07j xpö7rov, stoiB^ xcspl ouatas voy]xt}<; xat xwv szsl ysv&v xat ezpyojv 6 lö^oz saxtv. B. II, 13, S. 45 beginnt eine Reihe von Fragen über die Materie, welche den neun Kategorien zu Grunde liegt. Gabirol ist jetzt sozusagen an dem Punkte angelangt, wo bei Plolin die Untersuchung über die Materie beginnt. Die erste Frage lautet nach der Qualität. Die LA einer Handschrift, welche hier durchwegs Quantität anstatt Qualität hat, ist natürlich falsch, und dementsprechend bezieht sich auch die Frage II, 21 (B. II, 14, S. 47): האיך מציאות זה העצם nicht auf die Qualität der Substanz, weil diese Frage bereits erledigt ist, sondern auf die Art des Seins, vgl. Guttm., S. 97 u. 98, A. 2. Mit der Frage nach der Qualität ist zu vergleichen Plot. II, 4, 13, wo gegen die Behauptung, dass der Materie gar keine Qualität zukomme, der Einwand erhoben wird, ob nicht dies selbst als eine Art Qualität anzusehen sei: c/.utüj oh xouxw xtji \rqoz\uoz (seil. TüoioxjQXoc) jAexeyetv 7uotav stvai ioiöxrjxa Travxoa; xiva lyouaav xai xüjv äkXojv öiacpipouaav. Daran anklingend, aber doch verschieden, lautet die Antwort bei Gab., der Substanz komme an sich keine Qualität zu, wolle aber Jemand behaupten, dass die Einfachheit der Substanz und der Umstand, dass sie die Kategorien trägt, selbst eine Art Qualität sei, so werde er nicht von der Wahrheit fern sein, da es doch nicht möglich sei, dass sie nicht irgend eine Form habe, wodurch sie sich unterscheide. B. II, 16, S. 51 beginnt eine lange Erörterung darüber, ob die Substanz der Kategorien durch alle Theile der Quantität ausgebreitet sei und sich innerhalb des Körpers der .Welt befinde, oder ganz ausserhalb zu setzen sei, so dass nur die über einander gelagerten Theile der Quantität die Körperwelt tragen. Damit ist zu vergleichen Plotin, welcher bemerkt, dass der Materie an sich auch nicht die Quantität zukomme, und dass sie auch nicht die Quantität selber sei, denn nicht an der Grösse selbst, sondern an dem gross Gewordenen befänden sich die Formen. II, 4, 12: 7:ept oh piysfroc; oux äv ejivszo xauxa, äkW 7:3(31 xö {JL£{JL£'|־£9׳ua{jL3vov. 9) Gabirol folgt in derselben in manchen Punkten Plotin. Der Versuch,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.