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Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung · 1898-01-01 · 1898 · page 55

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Journal
Bericht des Jüdisch-Theologischen Seminars Fraenckel'scher Stiftung
Volume
1898
Date
1898-01-01
Page
– (sequence 55)
Language
German
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IRI
…/2720904-2720975--54-2724719
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49 'genannten drei Quellen der Erkenntniss sind nicht alle Menschen gleicher Ansicht. Denn die Einen bestreiten die Zuverlässigkeit der sinnlichen Wahrnehmung, welche die. Voraussetzung für die folgenden beiden Klassen bildet, und stellen dadurch die Möglichkeit der Erkenntniss überhaupt in Zweitel92) Andere wiederum lassen die sinnliche Erkenntniss als das allein Gewisse gelten und leugnen die auf der natürlichen Einsicht unseres Verstandes und auf logischer Nothwendigkeit führt, sondern wie. מדע ההכרח bei Ibn Zaddik, die Erkenntniss der angeborenen Verstandesbegriffe. Was die Bezeichnung מדע ההכרחי betrifft für Erkenntnisse, die durch Beweis sich ergeben, so ist Aristoteles, Metaph. IV, 1015 b 6 zu vergleichen, wo die logische Nothwendigkeit als eine besondere Art des Nothwendigen gezählt wird: st» r{ aroosi^.c; 7(0v avGqfzauov, 071 0׳>x svos/sxat ak\mz, zl aroosuxai aizki0;. Eine andere Einteilung als Saadia hat Ibn Zaddik im Mikrokosmos p. 5, welcher die Erkenntniss durch Beweis, המדע המופתי, der nothwendigen, מדע ההכרח, gegenüberstellt und zur letzteren vier Arten rechnet׳• a) מורגשות, b) מושכלות ראשונות, wozu ^beispielsweise der Satz gehört, dass das Ganze grösser sei als der Theil, c) מפורסמות allgemein gültige Annahmen, wie die Erkenntniss von der Verwerflichkeit gewisser Dinge, d) מקובלות. Diese vier Arten stellt auch Maimuni im achten Capitel seiner Logik den Urteilen gegenüber, die zu ihrer Begründung erst des Beweises bedürfen. Durch Vergleichung ergiebt sich, dass מדע שכלי bei Saadia die Klasse b und c des Ibn Zaddik einschliesst, und aus einer Bemerkung Al-Gazzali’s, Tahafut p. 9, liesse sich vielleicht entehmen, wie Saadia und die Mutakallim, denen er hier folgt, dazu kommen, diese beiden Klassen in Eins zusammenzufassen. Al-Gazzali scheint nämlich anzunehmen, dass die sogenannten unmittelbaren Prinzipien der Erkenntniss (מושבלות ראשונות) auch zu den allgemein bekannten Sätzen gehören müssen und in dieser Beziehung demnach den sogenannten מפורסמות gleichen. Ebenso behauptet dies Ibn Zaddik a. a. O. וישובו המקבלות במין המורגשות לפי שהן מהרגש השמע והמושכלות הראשונות נכללו במין המפורסמות ושבי בולם להיותם מפורסמות. Allein ibn Rosd, Tahafut ai-Tahafut, p. 6, macht schon die richtige Bemerkung, dass die unmittelbaren Prinzipien der Erkenntniss keineswegs auch zu den allgemein gültigen Annahmen gehören müssen. In der Natur derselben liegt es bloss, dass sie für denjenigen, der sie erkennt, unmittelbar gewiss sind und vor jeder Beweisführung feststehen, nicht aber, dass sie auch allgemein erkannt werden, ebenso wie umgekehrt die als מפורסמות bezeichneten Wahrheiten nicht durch sich selbst erkannt werden: ^LxJ) ־*<-5״—י' 0י \.wJLü lijj-jt* ^1/ \il l+f. Vgl. noch über die verschiedenen Bedeutungen von מדע שכלי ausser Al-Gazzali, Ichja al־Ulum I, p. 69, Al-Farabi, philosophische Abhandlungen, ed. Dieterici, p. 40, der als Definition der Mutakallim anführt: ^3 *yi.־־*׳*״־'l• 92) Diese Richtung wird von Saadia auch in seinem Commentar zu den Sprüchen s. 52 erwähnt: דבדלך נמייע אלמתגאהלין ואלדהריין לא יענו ן בטלב אלחכמה בתה*ואנמא קצדהס יורדון שבהה* צעיפה* עלי גריר גבי. Derenbourg giebt diese steile nicht richtig wieder, wenn er übersetzt: וב! האוילים ואנשי הקדמות אינם יגעים בחכמה כי אם להטיל ספקות. Thoren sind nicht יגעים בחכמה, gemeint sind vielmehr die Skeptiker, die Nichts zu wissen behaupten. Tibbon übersetzt zwar nicht viel besser,

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